Die Stadt Nürnberg hat offiziell die Generalsanierung der denkmalgeschützten Ludwig-Uhland-Schule gestartet. Mit einem Presserundgang wurden die geplanten Maßnahmen vorgestellt. Die Schule, deren Altbau aus dem Jahr 1908 stammt, soll in den kommenden Jahren umfassend modernisiert werden.
Bereits im Herbst 2025 begannen erste Vorarbeiten. Dafür wurde das Gebäude weitgehend entkernt und in einen rohbauähnlichen Zustand versetzt. Nun startet die eigentliche Sanierung. Geplant sind neue Innenräume, moderne Fenster, eine Lüftungsanlage sowie eine vollständig erneuerte technische Infrastruktur. Nach Abschluss der Arbeiten soll das Gebäude den Anforderungen einer modernen Schule entsprechen und gleichzeitig seinen historischen Charakter bewahren.
Die Sanierung stellt die Verantwortlichen vor besondere Herausforderungen. Das denkmalgeschützte Gebäude verfügt über eine historische Bausubstanz, die erhalten werden soll. Gleichzeitig müssen moderne Anforderungen an Sicherheit, Energieeffizienz, Barrierefreiheit und Digitalisierung umgesetzt werden. Hinzu kommt, dass während der Bauarbeiten weitere Schäden an der Bausubstanz entdeckt werden könnten, die derzeit noch nicht absehbar sind.
Die Gesamtkosten des Projekts liegen bei rund 49 Millionen Euro. Trotz angespannter Haushaltslagen hält die Stadt an der Investition fest. Bildungsreferentin Cornelia Trinkl betonte, dass Schulbau, Bildung und Infrastruktur zu den Pflichtaufgaben einer Kommune gehören. Notwendige Sanierungen aufzuschieben, würde langfristig zu noch größeren Problemen und höheren Kosten führen.
Auch Oberbürgermeister Marcus König verteidigte die Investition. Bildung sei einer der wichtigsten Rohstoffe Deutschlands und müsse deshalb gefördert werden. Gleichzeitig verwies er darauf, dass die Ludwig-Uhland-Schule kein Einzelfall sei. Viele Schulgebäude in Nürnberg seien in die Jahre gekommen und benötigten Sanierungen oder Modernisierungen. Die Stadt investiere deshalb weiterhin erhebliche Summen in den Schulbau.
Nach der Fertigstellung soll die Ludwig-Uhland-Schule Platz für rund 625 Schülerinnen und Schüler bieten. Die Bauarbeiten sollen nach aktuellem Stand im Jahr 2028 abgeschlossen werden. Aufgrund möglicher unvorhersehbarer Schäden an der historischen Bausubstanz und der besonderen Anforderungen des Denkmalschutzes gilt dieser Termin jedoch noch nicht als endgültig gesichert.