Weg vom Schulbuch, hin zum Erleben mit allen Sinnen. Was für viele Schülerinnen und Schüler ein großer Wunsch ist, wird an einem Erlanger Gymnasium bereits gelebt. Denn hier findet Unterricht im eigenen Schulgarten statt – unterstützt vom preisgekrönten Verein Acker.
Unterricht mal ganz anders: Am Erlanger Marie-Therese-Gymnasium können Schülerinnen und Schüler sich freiwillig am Nachmittag um den schuleigenen Garten kümmern. So auch Ole. Der 5.Klässler ist seit Anfang des Schuljahres mit dabei.
Genau das steht auch heute auf dem Plan. Und die letzten Tomaten müssen auch geerntet werden. Den Überblick über alles behält Lehrerin Anahita Jamshidpour. Sie betreut das Projekt bereits seit rund 4 Jahren.
Der Erlanger Schulgarten ist aber nur ein Projekt von vielen: An hunderten Standorten in Deutschland initiiert der Verein “Acker” Lernorte rund um Gemüse und Nachhaltigkeit. Ehrenamtliche Helfer, sogenannte AckerCoaches, unterstützen die Lehrkräfte bei der Planung und Umsetzung der Unterrichtsstunden. Sigrun Hannemann begleitet das Erlanger Projekt. Vom Konzept der Ackerstunde war sie von Anfang an überzeugt.
Auch an anderen Schulen ist Hannemann unterwegs. Dabei ist ihr wichtig, ein Verständnis für ökologische Zusammenhänge zu schaffen.
Und nicht nur das. Die Kinder haben auch einiges an Spaß dabei, wie Quentin erzählt. Der 7.Klässler ist bereits seit über 2 Jahren im Garten mit dabei.
Erfahrungsgemäß wächst die Gruppe der jungen Gärtnerinnen und Gärtner über das Schuljahr aber weiter. Denn spätestens die leckeren selbstgezüchteten Tomaten überzeugen, dass sich die Gartenarbeit lohnt.