Fr., 20.06.2025 , 18:11 Uhr

Aktionswoche "Hof mit Zukunft": Landwirte und Aktivisten im Austausch

Oft heißt es bei Klimaaktivisten und Landwirten “Schuld sind die anderen”. Doch selten treten sie wirklich miteinander in Kontakt – noch seltener ist wohl sogar das Bild, dass sie zusammen auf dem Feld arbeiten. Doch genau das passiert diese Woche in ganz Deutschland – auch bei uns in Mittelfranken.

Martin Stiegler ist Landwirt für Haselnussanbau in Cadolzburg. 5.000 Bäume wachsen auf einer Fläche von fast 10 Hektar. Im Rahmen der Aktionswoche “Hof mit Zukunft” laden Landwirte wie er Aktivisten für zwei Tage auf ihren Betrieb ein, um gemeinsam in den Austausch zu kommen. Es scheint oft so als wären die Gräben groß zwischen Bauern und Klimaaktivisten – doch mit dem Thema Klimawandel beschäftigen sich alle auf ihre eigene Weise. Auch Martins Betrieb spürt die Folgen des Klimawandels. Spätfröste verschieben die Ernten nach hinten.

Das Problem: Innovative Ideen bekommen selten Förderung

Was Klimaschützer mit am meisten an der modernen Landwirtschaft kritisieren: Der Einsatz von Pflanzenschutzmittel und dass Flächen einseitig ausgebeutet werden, indem auf einer Fläche zum Beispiel nur eine Frucht angebaut wird. Für dieses Problem hat sich Martin ein paar Hilfskräfte besorgt – Hühner sorgen zwischen den Haselnussbäumen für Ordnung. Eine weitere Idee von ihm: Photovoltaikanlagen als dritte Ebene auf seinen Plantagen zu platzieren. Doch es gibt kaum Förderung für solche innovativen Ideen.

Wem gehören die Ressourcen?

Willem Schuchardt ist Teil der Organisation “Guter Grund”. Eine Herzensthema von ihm ist die Frage, wem die Ressourcen auf unserem Planeten gehören. Anders als Landwirte wie Martin engagiert sich die Organisation durch Petitionen und arbeitet mit Bürgerinitiativen zusammen. Zwei Tage lang bleiben Maren und Willem auf dem Hof von Martin. Im Idealfall profitieren beide Seiten von dem Austausch.

Franken Fernsehen Hof mit Zukunft Klimawandel Landwirtschaft

Das könnte Dich auch interessieren

02.02.2026 03:53 Min Erste Bewerbung aus Deutschland: Metropolregion Nürnberg will Weltagrarkulturerbe werden Die Bananen am Kilimandscharo, die Zitronen aus Sorrent oder die Reisterrassen in Yunnan: Diesen Anbaugebieten hat die Welternährungsorganisation mit dem Titel Weltagrarkulturerbe ausgezeichnet. 104 Stätten in 25 Ländern hat die FAO bereits ernannt. In Deutschland gibt es bisher noch keinen Titel. Die Europäische Metropolregion Nürnberg möchte das jetzt ändern.  Die Bewerbung soll nicht nur der 13.01.2026 02:50 Min Mercosur-Abkommen beschlossen: Landwirte blicken mit Sorge entgegen Am Freitag wurde das Mercosur-Abkommen endgültig beschlossen. Nach mehr als 25 Jahren Verhandlungen haben sich die Europäische Union und die südamerikanischen Staaten Argentinien, Brasilien, Uruguay und Paraguay auf ein Handelsabkommen geeinigt. Innerhalb der nächsten zehn Jahre sollen rund 91 Prozent der Zölle auf EU-Exporte wegfallen. Wirtschaftlich bringt das viele Chancen – doch nicht alle sehen 18.12.2025 00:38 Min Waldzustandsbericht 2025: Klimawandel belastet Bayerns Wälder Der Klimawandel belastet Bayerns Wälder deutlich – das zeigen aktuelle Daten im Waldzustandsbericht 2025. Besonders hier in Mittelfranken haben die Bäume unter fehlenden Niederschlägen im Frühjahr und hohen Temperaturen im Sommer gelitten. Am meisten betroffen sind Nadelbäume. Laut Forstministerin Michaela Kaniber hat der Aufbau zukunftsfähiger und stabiler Mischwälder jetzt höchste Priorität. Ein entsprechendes Förderprogramm wurde im Juli neu aufgelegt und digitalisiert. Über 11.09.2025 02:51 Min Notfallverbund: Initiative zum Schutz von Archivmaterial Hier wird fleißig geübt: und nein, nicht wie man mit Blick auf die Masken vermuten könnte für die nächste Pandemie, sondern für einen ganz anderen Ernstfall. Überschwemmungen werden in den vergangenen Jahren durch den Klimawandel immer häufiger zum Problem. Das gilt auch für Sammlungen von Kulturmaterial, wie historischen Schriften.  Je nach Ausmaß wird der Schaden