Do., 29.01.2026 , 17:29 Uhr

Apotheken finanziell in der Krise: Honorarerhöhung bleibt weiter aus

Einer Forsa-Umfrage zufolge sind 96 Prozent der Deutschen eine Apotheke vor Ort wichtig. Doch es gibt immer weniger Filialen. Zum Jahresende 2025 gab es bundesweit 440 Apotheken weniger als noch im Vorjahr. Der Grund: Eine Apotheke zu führen, wird immer unwirtschaftlicher. Statt pharmazeutisch zu beraten, muss das Fachpersonal immer mehr Umsätze generieren. Dabei hat die aktuelle Bundesregierung eigentlich Besserung versprochen. 

Rund 500 Apotheken haben im vergangenen Jahr in Deutschland schließen müssen. Neueröffnet haben aber nur etwa 60. Das wohl prominenteste Beispiel in Nürnberg war die Mohrenapotheke an der Lorenzkirche, die bis 2024 fast 600 Jahre existierte. Für Christine Hacker, Betreiberin der Richard-Wagner-Apotheke, ist das Problem für das Apothekensterben klar. 

Der Rückgang der Vor-Ort-Apotheken hat sich Angaben der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände zufolge 2025 zwar leicht abgeschwächt. Dennoch gibt es so wenige Apotheken wie seit 50 Jahren nicht mehr.  

Auch Online-Apotheken machen bestehenden Filialen große Konkurrenz. Hinzu kommen seit Neustem auch Angebote von Drogerie-Märkten, über die sich ebenfalls Arzneimittel beziehen lassen. Nutzerinnen und Nutzer freuen sich aber über beide Möglichkeiten. 

Eine Verbesserung der Situation für Vor-Ort-Apotheken hat die Bundesregierung bislang nicht umgesetzt. 

Mit einer Erhöhung könnten Apothekerinnen und Apotheker laut Christine Hacker endlich wieder fachgerecht beraten, statt sich ums Finanzielle zu sorgen. 

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