Sie ist klein, auffällig gestreift – und längst auch in Franken angekommen: die Asiatische Tigermücke. Vermutlich wurde sie aus dem Ausland über den internationalen Warenverkehr eingeschleppt. Laut Expertinnen und Experten für Schädlingsbekämpfung wurden die ersten Eier bereits 2007 an einer Autobahnraststätte in Baden-Württemberg entdeckt. Auch in Mittelfranken ist sie inzwischen in den Sommermonaten zu einer echten Plage geworden.
Im vergangenen Sommer sorgte die Asiatische Tigermücke in Fürth vielerorts für Ärger. Doch die Lage dürfte sich in diesem Jahr weiter verschärfen. Durch die deutlich höhere Zahl heißer Tage entwickeln sich die Tiere schneller, sodass bis zum Ende des Sommers mit einer größeren Population als im vergangenen Jahr gerechnet wird. Auch der Klimawandel begünstigt ihre weitere Ausbreitung.
Die Stiche der Tigermücke unterscheiden sich kaum von denen heimischer Stechmücken. Gefährlich wird sie vor allem dann, wenn Krankheitserreger ins Spiel kommen. Kehrt eine mit einer tropischen Krankheit infizierte Person aus dem Urlaub zurück und wird von einer Tigermücke gestochen, kann diese das Virus aufnehmen, in sich vermehren und anschließend auf weitere Menschen übertragen. So könnten auch hier Krankheitsausbrüche entstehen.
Im Gegensatz zur heimischen Stechmücke ist die Tigermücke vor allem tagsüber aktiv. Sie hält sich bevorzugt an schattigen Orten, in dichtem Gebüsch, naturnahen Gärten sowie in der Nähe kleiner Wasseransammlungen auf. Dort legt sie ihre Eier am Rand von wassergefüllten Gefäßen ab.
Deshalb kommt es vor allem auf einfache Maßnahmen im eigenen Umfeld an. Stehendes Wasser in Gießkannen, Blumentopf-Untersetzern oder anderen Behältern sollte regelmäßig entfernt werden – auch dann, wenn nur noch wenig Wasser vorhanden ist. Zusätzlich können spezielle Mückenfallen helfen. Wird ein Weibchen gefangen, können dadurch bis zu 100 Nachkommen verhindert werden.
Damit sich die Tigermücke nicht weiter ausbreitet, setzen Städte wie Fürth auf gezielte Bekämpfungsmaßnahmen. Gullys werden dort etwa alle vier Wochen behandelt. Trotzdem reichen schon kleinste Wasseransammlungen auf Balkonen oder in Gärten aus, damit sich die Tiere vermehren können. Je früher mögliche Brutstätten beseitigt werden, desto besser lässt sich ih