1992 baut Siemens Nixdorf im Nürnberger Stadtteil Röthenbach ein Bürogebäude. 2016 verlässt das Unternehmen den Standort, und der Glaspalast steht leer. Daraus wird ein sogenannter Lost Place. In der Bevölkerung wächst der Unmut über den Leerstand. 2024 kauft die Stadt Nürnberg das Gebäude. Das Ziel: Ein Berufschulzentrum, das acht Fachbereiche in ein Haus zusammenbringt.
Der Glaspalast thront seit über drei Jahrzehnten über dem Main-Donau-Kanal. Von einem Palast ist das Gebäude aktuell jedoch weit entfernt. Seit zehn Jahren steht es leer und verfällt. Diebstahl und Vandalismus setzen dem Glaspalast zusätzlich zu. Vor zwei Jahren kauft die Stadt die ehemalige Siemens Niederlassung. Das Projekt kommt Stück für Stück voran. Momentan sind die Nürnberger Berufsschulen über die komplette Stadt verteilt. Trotz des großen Bedarfs bleiben viele Fragen offen: Aktuell hat die Stadt eine Haushaltsperre verhängt. Bildung ist einer der größten Haushaltsposten der Stadt. Trotz knapper Kassen möchte Kämmerer Thorsten Brehm bei Bildung derzeit nicht sparen. Die Stadt hat sich für den Bau im Bestand entschieden. Deshalb hofft sie bei dem Glaspalast auf finanzielle Zuschüsse.
2400 Schülerinnen und Schüler sollen hier unterrichtet werden. Das ist für den Stadtteil Chance und Belastung zugleich. Anwohnerinnen und Anwohner monieren den Parkplatzdruck im Wohngebiet – trotz der Freifläche auf dem Gelände. Die Stadt will mehr Busse und U-Bahnen einsetzen, um den Stadtteil und das Gebäude aufzuwerten. Bis zum Ende des Jahrzehnts soll der Bau starten. 2032 will die Stadt zwei Berufsschulen zusammenführen. Dann soll im ehemaligen Siemens Glaspalast der Unterricht beginnen.