Mi., 28.01.2026 , 17:00 Uhr

Aus Tragödie wird Stärke: Wie die Frederik und Luca-Stiftung Kinder vor Gewalt schützt

Genau sieben Jahre ist es her, als Frederik und Luca an der S-Bahn-Station Frankenstadion in Nürnberg ums Leben kamen. Die beiden 16-Jährigen wollten eigentlich nur einen Streit unter Jugendlichen schlichten – doch plötzlich gerieten sie selbst ins Visier. Sie wurden ins Gleisbett gestoßen und von einem einfahrenden Zug erfasst. Aus dieser Tragödie heraus gründeten die Familien 2019 die Frederik und Luca-Stiftung. Ihr Ziel: Gewaltprävention und ein respektvolles Miteinander. 

Es ist ein Pilotprojekt, das nach sieben Jahren Vorbereitung nun endlich umgesetzt wird. Gemeinsam mit dem 1. FC Nürnberg und dem Deutschen Karatebund bringt die Stiftung ihr Präventionsprogramm an Schulen. Heute ist die Stiftung an der Konrad-Groß-Schule zu Gast. Die Kinder lernen, wie man Konflikte früh erkennt, deeskaliert und sich im Ernstfall selbst schützt. Für Mitbegründer und Vater von Luca sind gerade in den heutigen Zeiten diese Kurse wichtig.  

Der gewaltsame Tod von Frederik und Luca ist bis heute der Antrieb der Stiftung. Die beiden Jugendlichen wollten helfen – und verloren dabei ihr Leben. Sieben Jahre später lebt der Schmerz weiter. Besonders bei Georg Ballmann. 

Rund 500.000 Euro an Spenden sind inzwischen zusammengekommen, getragen von externen Spendern und von etwa 500 Mitgliedern im Förderverein. In der Turnhalle werden Ernstfälle spielerisch umgesetzt: laut „Stopp“ rufen, sicher stehen, Grenzen setzen. Für Kursleiter Domenik Piskol sind genau diese einfachen Übungen entscheidend. 

Für heute haben die Kinder schon einiges gelernt. 

Der Erfolg spricht sich herum: Bereits an drei Schulen läuft das Gewaltpräventionsprogramm der Frederik und Luca-Stiftung. Und für Georg Ballmann ist klar das ist erst der Anfang. Langfristig sollen die Kurse bundesweit angeboten werden.  

Förderverein Frederik und Luca Stiftung Gewalt Grundschule Kinder Prävention Zivilcourage

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