Fr., 21.08.2026 , 17:39 Uhr

Ausfälle zum Teil verdoppelt: Christbäume in Franken immer mehr unter Druck

Bis Weihnachten sind es noch gut vier Monate – doch auf Bayerns Christbaumplantagen entscheidet sich schon jetzt, was im Dezember verkauft werden kann. Hagel, Trockenheit und Frost haben in diesem Jahr vielen Kulturen zugesetzt. Dazu kommen steigende Kosten und immer mehr Auflagen. Für manche Erzeuger wird der Christbaumanbau damit zunehmend zum wirtschaftlichen Risiko. Einer, der das seit Jahrzehnten erlebt, ist Matthias Gerner aus Sindersdorf im Landkreis Roth. 

Familienbetrieb mit fünf Generationen

23 Hektar, sieben verschiedene Nadelbaumarten – für Matthias Gerner gibt es das ganze Jahr über etwas zu tun. Der Sindersdorfer ist einer von etwa 400 Landwirten im Freistaat, die Weihnachtsbäume anpflanzen. Momentan arbeitet der gelernte Landwirt am Sommerschnitt. Gerner hat mehr als 4000 Bäume pro Hektar. 60 Prozent davon kann er verkaufen. Bayernweit bleibt die Zahl der Verkauften Christbäume seit mehreren Jahren konstant. Laut Bayerischem Forstministerium sind es etwa 4 Millionen Stück. Das Jahr 2026 sei für Christbäume gut gestartet, so Gerner. Im Sommer hätten Trockenheit, Pilze und Schädlinge den Bäumen dann aber zugesetzt. Immer wieder müssen Pflanzen ersetzt werden. Teilweise dauert es Jahre, bis eine Fläche wieder vollständig aufgebaut ist. Problematische Phasen gäbe es jedoch immer, so der Sindersdorfer. Trockenheit sei durch die tiefen Böden nicht so problematisch wie zum Beispiel in sandigen Böden im Steigerwald. 

Viele Veränderungen sind saisonal

Aktuell gleichen sich Trockenperioden durch die aktuellen Regenphasen zum Teil wieder aus. Viele Bäume passen sich den Bedingungen gut an. Dennoch blickt der Landwirt mit Sorgen in die Zukunft. In diesem Jahr wird ein Christbaum bei ihm 26 Euro pro Meter kosten. Für Matthias Gerner gibt es bis zum Advent noch einiges zu tun. Dann kann er mit etwa 50 Mitarbeitenden die neuen Christbäume 2026 verkaufen.   

 

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