Di., 28.04.2026 , 15:41 Uhr

Bei Waldbrand schnell reagieren: Luftbeobachtungsflüge in Weißenburg-Gunzenhausen

Sommer, Sonne und Temperaturen von bis zu 20 Grad. Das erwartet uns in den nächsten Tagen. Doch mit diesen Temperaturen steigt auch die Trockenheit in der Region und somit die Waldbrandgefahr. Erst gestern kam es auf dem Bocksberg bei Ansbach zu einem Großbrand. Rund 5.000 m2 Fläche standen in Flammen. Zahlreiche Einsatzkräfte konnten bis 17 Uhr das Feuer unter Kontrolle bringen. Danach suchten sie – unter anderem mit Baggern – nach Glutnestern. Die Nachlöscharbeiten dauerten laut der Stadt Ansbach noch mehrere Stunden. Bisher ist die genaue Brandursache noch unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Laut Deutschem Wetterdienst ist für viele fränkische Stationen die zweithöchste Gefahrenstufe 4 angesagt. Das bedeutet: Hohe Gefahr. Vor allem an den Stationen Nürnberg-Flughafen und Nürnberg-Netzstall gilt das ab Mittwoch bis zum Wochenende. Gerade jetzt sind Übungen zur Waldbrandfrüherkennung enorm wichtig.  

20 Luftbeobachter im Einsatz

Konzentrierte Blicke aus dem Motorflugzeugfenster. Meter für Meter wird der Wald bei Weißenburg-Gunzenhausen abgesucht. Die Einsatzkräfte trainieren die Luftbeobachtung. Mit dabei: Die Katastrophenschutzeinheit, die Berufsfeuerwehr Nürnberg und die Mitglieder der Forstwirtschaft. Ihr Ziel: Mögliche Brandstellen früh erkennen und im Ernstfall schnell reagieren. „Von oben ist natürlich alles viel besser zu sehen als unten. Man kann sehen, wie hoch das Ausmaß ist und reagieren“, so Marco Ernsperger der Berufsfeuerwehr Nürnberg.

Bei den Übungen sind die Kommunikation und vor allem Teamarbeit das A und O. Deshalb bereiten sich die Einsatzkräfte gemeinsam vor, bevor es in die Luft geht. Fragen wie “Wie erkennt man mögliche Brandstellen? Oder “Welche Daten müssen an die Leitstelle gefunkt werden?” stehen hierbei besonders im Fokus. In der ersten Übung müssen die Teams eine versteckte Brandstelle im Wald finden. In der zweiten Aufgabe wird ein abgestürztes Flugzeug gesucht. Dabei sind rund 20 Luftbeobachter im Einsatz und übermitteln ihre Daten an die Leitstelle.  

Die Großübung hat sich für die Einsatzkräfte gelohnt. Denn im Ernstfall kann genau dieses geschulte Auge entscheidend sein.  

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