Er hat momentan einen der meistbeachtesten Jobs in der heimischen Kulturlandschaft: Jens- Daniel Herzog. Er begleitet nämlich den Umzug des Nürnberger Staatstheaters. Aus dem Opernhaus Nürnberg will das Haus ab 2028 in die Kongresshalle ziehen. Deshalb hat der Intendant und Regisseur seinen bestehenden Vertrag jetzt vorzeitig bis 2036 verlängert. Über seine Pläne haben wir mit dem 62-Jährigen gesprochen.
Es soll das Theater der Zukunft werden. Aus der Kongresshalle entsteht für über 300 Millionen Euro ein Kulturquartier und Begegnungsort. Ab 2028 spielt hier das Staatstheater Nürnberg. Jens-Daniel Herzog gestaltet als Intendant diesen Umzug maßgeblich mit. Dazu hat er seinen Vertrag jetzt vorzeitig bis 2036 verlängert. Seit er 2016 nach Nürnberg geholt wurde, ist klar: Das Staatstheater muss das sanierungsbedürftige Opernhaus verlassen. In das neu gestaltete Nürnberger Kolosseum werden dann auch die 650 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einziehen. Das alte Opernhaus von 1905 habe eine Bastion zum Publikum aufbauen wollen, so Herzog. Das soll in Zukunft anders werden. Für den Intendanten ist der Umzug ein Schritt der Öffnung.
Auch in der Ensemblearbeit möchte Jens-Daniel Herzog in Zukunft weiter Akzente setzen. So will er unter anderem Talente finden und aufbauen – wie damals Joana Mallwitz. Seine Doppelfunktion als Regisseur und Intendant helfe ihm bei der Suche – aber nicht nur da. Damit in Nürnberg das Theater der Zukunft entstehen kann.