Heute ist Equal Pay Day – ein Aktionstag, der auf die ungleiche Bezahlung von Frauen aufmerksam macht. Er markiert symbolisch den Tag, bis zu dem Frauen rechnerisch unbezahlt arbeiten, während Männer bereits seit dem 1. Januar für ihre Arbeit entlohnt werden. Im vergangenen Jahr fiel dieser Tag noch auf den 6. März. Die Lücke wird also langsam kleiner. Trotzdem verdienen Frauen in Deutschland aktuell im Durchschnitt knapp 16 Prozent weniger als Männer. Das geht aus Berechnungen des Statistischen Bundesamtes hervor. Um darauf aufmerksam zu machen, hat sich die Stadt Fürth etwas Besonderes einfallen lassen.
Bis heute, dem 27.02.2026, haben Frauen in Deutschland rein rechnerisch ohne Bezahlung gearbeitet. Das zeigen aktuelle Zahlen. Genau darauf soll der Equal Pay Day aufmerksam machen. Um auch Passantinnen und Passanten für das Thema zu sensibilisieren, organisiert die Stadt Fürth zusammen mit der Bundesagentur für Arbeit seit Jahren Informationsstände – so auch heute in einem Kaufhaus in der Innenstadt.
Neugierige Besucherinnen und Besucher werden mit einem Parcours angelockt, der die Unterschiede im beruflichen Lebensweg von Frauen und Männern veranschaulicht. Der Weg der Frau ist dabei deutlich länger und mit mehr Hindernissen dargestellt, während der Weg des Mannes fast einer geraden Linie gleicht. Auch das Stadttheater Fürth unterstützt die Aktion mit einer kunstvollen Showeinlage.
Knapp eine Stunde stehen die Schauspielerinnen und Schauspieler regungslos da – eine Vorführung, die viel Ausdauer erfordert. Stillstand als Symbol für ein Problem, das sich nur langsam bewegt: die ungleiche Bezahlung von Frauen und Männern. Doch warum gibt es diese anhaltende Lohnlücke?
Weltweit könnte es Schätzungen zufolge noch 150 bis 250 Jahre dauern, bis die Lohnlücke vollständig geschlossen ist. Bis dahin bleibt also noch viel zu tun. Auch wenn ein einzelner Informationsstand im Kaufhaus die Situation nicht grundlegend verändern kann – ein kleiner Beitrag zur Sensibilisierung ist er allemal.