Sommer bedeutet für viele nicht nur im Fränkischen Seenland: Ab ins Wasser. Für die Mitglieder der Deutschen-Lebensrettungs-Gesellschaft beginnt jetzt die heiße Phase des Jahres. Denn: Ab Juli steigen typischerweise mit dem Beginn der Badesaison auch die Zahlen der Ertrinkenden in Bayern.
Während in ganz Deutschland die Opferzahlen mit etwa 400 zurück gehen, nehmen sie in Bayern aktuell zu – 14 Todesopfer mehr als 2024. Risikogruppen sind neben Kindern und Seniorinnen und Senioren vor allem Männer zwischen 20 und 30.
Die tatsächliche Zahl an Toten liegt deutlich höher. Menschen, die an den Folgen eines Badeunfalls sterben, erfasst die Statistik nicht. Laut DLRG seien quasi alle Tode durch Ertrinken vermeidbar.
Problematisch sehen die Lebensretter auch die Entwicklung in der Schwimmerziehung. Denn: Nur die Hälfte aller Grundschülerinnen und -schüler können richtig schwimmen. Hier sieht die DLRG vor allem Eltern und Politik in der Verantwortung.
Dass es immer weniger Schwimmkurse und geöffnete Hallenbäder in Bayern gibt – auch das kritisiert die DLRG. So könnten die Lebensretter auch sich selbst schlechter auf den Sommer vorbereiten. Damit sie in der heißen Phase des Sommers retten können.