Mi., 05.08.2026 , 15:56 Uhr

Blaualgen im Nürnberger Langsee: Naturbad kämpft um seine Existenz

Mit den steigenden Temperaturen gibt es für viele kaum etwas Schöneres als eine Abkühlung im Freibad. Doch Naturbäder geraten seit einigen Wochen an ihre Grenzen. Hohe Temperaturen und viele Badegäste haben die Wasserqualität inzwischen stark belastet. Besonders deutlich zeigt sich das im Langseebad in Nürnberg, das seine Eingänge Anfang Juli schließen musste. Eine baldige Wiedereröffnung ist derzeit kaum in Sicht.

Wer seine Füße in knietiefem Wasser nicht sehen kann, sollte dort nicht baden gehen. Also auch nicht im Nürnberger Langsee. Hier verhindern grün-blaue Schlieren das Baden schon seit über einem Monat.

kein natürlicher Kampf gegen Blaualgen möglich

Viele Naturbäder haben in diesem Sommer mit Blaualgen und Phosphaten zu kämpfen. Anders als klassische Freibäder können sie aber nicht einfach mit Chlor oder einer technischen Wasseraufbereitung gegensteuern.

Bei einer Sichttiefe im Wasser von nur 45 Zentimetern kann die Sicherheit der Badegäste nicht gewährleistet werden. Nun machen sich die fehlenden Besucherzahlen auch finanziell bemerkbar.

mittlere sechsstellige Summe für Renovierung benötigt

An eine baldige Wiedereröffnung ist nach aktuellem Stand kaum zu denken. Und die Blaualgen sind längst nicht das einzige Problem rund um den Langsee.

Das Entschlammen würde das Naturbad rund 500.000 Euro kosten. Doch in Zeiten fehlender Einnahmen scheint dieses Vorhaben nicht nur für diesen Sommer fast unvorstellbar.

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