Wer heute aufs Gaspedal gedrückt hat, hatte schlechte Karten. Denn heute fand der Höhepunkt des Bayerischen Blitzmarathons statt. Rund 2.000 Polizistinnen und Polizisten sowie Mitarbeitende der kommunalen Verkehrsüberwachung sind an rund 1.600 Messtellen beteiligt – Allein 160 Messstellen gibt es in Mittelfranken.
Bereits in den frühen Morgenstunden stehen die Blitzer bereit für alle Raser in der Regensburger Straße in Nürnberg. Denn auch hier finden 24 Stunden lang verstärkte Geschwindigkeitskontrollen statt. Auf den ersten Autofahrer wartet schon ein Verfahren.“Ein PKW wurde angehalten, bei dem eine Geschwindigkeit von 91 km/h gemessen wurde. Ihn erwartet ein Bußgeld von 60 Euro mit Gebühren und Auslagen“, so Polizeisprecherin Kristina Egerer.
Laut dem Bayerischen Staatsministerium soll die Speedweek, Bayerns Straßen sicherer machen. Denn im Jahr 2025 wurden in Bayern knapp 400.000 Verkehrsunfälle registriert. Überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeiten sind dabei die häufigsten Unfallursachen. Wie an der Regensburger Straße. Hier galt bis 2020 noch Tempo 100 – doch nachdem sich die Unfälle gehäuft haben, reduzierte die Stadt die Geschwindigkeit auf 70 km/h.
Besonders im Fokus stehen Bereiche wie Schulen, Kindergärten oder Baustellen sowie bekannte Unfallschwerpunkte. Wer heute geblitzt wird, muss tief in die Tasche greifen. Je nach Höhe der Überschreitung gibt es Bußgelder, Punkte in Flensburg bis hin zu Fahrverboten.
Die verstärkten Radarkontrollen dauern noch bis zum kommenden Sonntag an. Die nächste Speedweek ist für den 3. bis 9. August geplant.