Bananen, sogenanntes Ekelessen oder Schokolade: Für viele Lebensmittel aus unserem Alltag gibt es ein Museum in Deutschland. Deshalb geht es auch in Nürnberg um die Wurst. Am Trödelmarkt hat das Bratwurstmuseum seinen Platz in Nürnbergs Museumslandschaft. 2026 feiert das Haus seinen fünften Geburtstag. Grund genug mal nach den schönsten Anekdoten über die kleine Wurst zu suchen.
Sie ist einer der erfolgreichsten Exportschlager Nürnbergs: Die Bratwurst. Fünf bis sieben Zentimeter lang und 20 Gramm schwer hat sie es zu einem eigenen Museum gebracht. Dabei blickt die kleine Spezialität auf eine große Geschichte zurück. Seit fast fünf Jahren erzählt das Nürnberger Bratwurstmuseum Geschichten über die Wurst. Auf 100 Quadratmetern erfahren Interessierte Anekdoten über 700 Jahre Nürnberger Geschichte. Hier lernen Besuchende alles über die heimische Spezialität.
Aus dem internationalem Gewürzhandel und fränkischer Handwerkskunst wurde im Mittelalter eine gefeierte Delikatesse. Den Erfolg wollen viele kopieren – mit allen Tricks. Bis der Stadtrat 1313 eine Regelung erlässt. Schweinefleisch, Salz, Pfeffer und Majoran: Das sind die Zutaten der Nürnberger. So wird die kleine Wurst weltberühmt. Im Mittelalter war sie wegen ihrer Zutaten eine Henkersmahlzeit. Majoran galt damals nämlich als Betäubungsmittel. Heutzutage werden etwa 1 Milliarde Nürnberger hergestellt – jedes Jahr. Seit 2003 ist die Wurst sogar von der Europäischen Union geschützt. Damit Nürnbergs kleinster Exportschlager auch zukünftig seine besondere Form behält.