Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) in Fürth baut sein Katastrophenschutzzentrum deutlich aus und reagiert damit auf steigende Anforderungen durch Extremwetterereignisse, Überschwemmungen und andere Krisensituationen. Im Mittelpunkt steht dabei auch die Rettungshundestaffel: Aktuell sind sechs geprüfte Flächensuchhunde und ein geprüfter Trümmersuchhund im Einsatz, weitere Hunde befinden sich in Ausbildung. Rund 120 Mal im Jahr werden die speziell ausgebildeten Tiere alarmiert, um vermisste oder verschüttete Personen zu finden.
Bisher sind die Trainingsbedingungen jedoch eingeschränkt – geübt wird teilweise auf engem Raum, auf Betonflächen und zwischen parkenden Autos. Mit der Erweiterung sollen sich diese Bedingungen grundlegend verbessern. Geplant sind naturnahe Übungsflächen sowie realistische Szenarien, etwa Trümmerfelder, die den Einsatzbedingungen im Ernstfall deutlich näherkommen.
Möglich wird dies durch den Erwerb einer rund 7.150 Quadratmeter großen Fläche, die das bestehende Gelände erweitert. Das Grundstück kostet rund 1,4 Millionen Euro und wird vom BRK selbst finanziert. Das Gesamtprojekt ist in zwei Bauphasen angelegt: Die erste Phase läuft von 2026 bis 2028, eine zweite ist langfristig über einen Zeitraum von etwa 10 bis 15 Jahren geplant. In dieser Zeit sollen unter anderem ein modernes Ausbildungszentrum, zusätzliche Übungs- und Simulationsflächen entstehen.
Ziel der Erweiterung ist es, Einsatzkräfte – sowohl ehrenamtliche als auch hauptamtliche – besser auf komplexe Schadenslagen vorzubereiten und die Einsatzfähigkeit im Ernstfall weiter zu stärken. Damit investiert das BRK Fürth langfristig in die Sicherheit der Bevölkerung und stärkt den Katastrophenschutz in der Region nachhaltig.