Alte Mauern erhalten, historische Handwerkstechniken lernen – und das freiwillig als junger Mensch? Genau dafür gibt es die Jugendbauhütte Regensburg. 22 junge Frauen und Männer machen dort in diesem Jahr ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Denkmalpflege. In ihren Einsatzstellen lernen sie, wie Kulturerbe erhalten wird. Aktuell kommen die jungen Menschen zur Seminarwoche zusammen. Im Limeseum in Ruffenhofen helfen sie bei einem spannenden Projekt kräftig mit.
An seinem 18. Geburtstag tauscht Arno Fichtner den Kuchen gegen Hammer und Meißel ein. Denn der gebürtiger Aalener baut heute eine Brücke. Mit 21 anderen, die ein Freiwilliges soziales Jahr machen, will er mir damit einen Teil des Römerparks Ruffenhofen erneuern. Die Brücke im Römerpark wurde 2004 vom Technischen Hilfswerk Dinkelsbühl errichtet. Nach mehr als 20 Jahren ist das Holz an vielen Stellen morsch. Jetzt soll mit Hilfe der Jugendbauhütte eine originalgetreue Nachbildung entstehen. Es ist das erste größere Projekt für Arno Fichtner. Seit drei Wochen macht er sein Freiwilliges Soziales Jahr – kurz FSJ – in der Denkmalpflege.
In drei Tagen soll die neue Brücke fertig sein. Die Freiwilligen selbst arbeiten ein Jahr lang in unterschiedlichen Einrichtungen der Denkmalpflege. Bei gemeinsamen Seminarwochen lernen sie zusätzlich traditionelle Materialien, Techniken und Handwerksberufe kennen. Für Arno ist dieses Jahr auch eine Gelegenheit herauszufinden, wie es nach dem Abitur weitergehen soll. Weg von der Schule, rein in die Praxis. Einen Beruf in der Denkmalpflege kann sich der 18-Jähirge vorstellen. Für Arno Fichtner bleibt von dieser Seminarwoche aber schon jetzt eine besondere Erinnerung: An seinem 18. Geburtstag hat er nicht nur gefeiert – sondern ein kleines Stück Römerpark mitgebaut.