Zwei ungewöhnliche Badegäste haben sich im Sommer in das Naturbad in Großhabersdorf eingeschlichen. Zwei Karpfen. Lange blieben sie nicht unbemerkt, als sie die Besucherinnen und Besucher beim Schwimmen streiften. Da die beiden Fische aber vorher keine Schwimmerlaubnis Gesundheitsamt bekommen haben muss die Badezeit nun enden. Der erste Fisch konnte schon entnommen werden, doch einer bleibt weiterhin stur.
Das Naturfreibad in Großhabersdorf ist menschenleer. Der letzte Badetag ist schon drei Tage her und doch gibt es einen Badegast, der immer noch stur seine Runden schwimmt. Der Karpfen Bruno treibt trotz Badeschluss noch immer sein Unwesen im Becken. Der Gast kam jedoch nicht freiwillig zum Freibadbesuch.
Das Karpfen Paar wurde bereits ende Juni von den ersten Badegästen bemerkt. Als die Badegäste den neuen Mitschwimmer bemerkten, blieben die ersten Reaktionen nicht lange aus.
Mit großem Geschützt rückten die Angler des örtlichen Angelvereins an. Erst wurden Netze eingesetzt und als das nichts half, warfen Sie die Ruten ins Wasser. Einen Karpfen haben sie auch erwischt. Nur der dickste Fisch ging nicht an den Haken.
Mittlerweile ist Bruno schon im ganzen Dorf bekannt. Durch eine Badebegeisterte Angestellte kam auch die lokale Bäckerei auf die Idee dem Karpfen ein eigenes Gebäck zu widmen.
Die Karpfen Krapfen sind natürlich nicht mit echtem Fisch gefüllt. Stattdessen gibts eine Vanille-Frischkäsecreme mit Karpfenmotiv on Top. Doch mit einem Dauerbrenner rechnet der Bäckermeister Roland Streicher nicht.
Aktuell darf Bruno noch seine Bahnen im Naturbad ziehen. Doch vor dem Start der nächsten Badesaison muss er sich wohl ein neues Schwimmbad suchen. Die Stadt hatte auch überlegt, ob Bruno nicht wieder zurück in das Naturbad gesetzt werden kann. Doch dafür muss die Gesundheitsbehörde grünes Licht geben. Noch ist also die letzte Bahn für Bruno nicht ganz geschwommen.