Noch erobert sich die Natur die alte Tongrube am Mistelberg zwischen Kalchreuth und Heroldsberg zurück. Doch nicht mehr lange: Nach den Plänen des Eigentümers soll auf dem Gelände eine Mülldeponie der Klasse eins entstehen. Dies würde bei einer Genehmigung bedeuten, dass auf dem Gelände Bauschutt aber auch Giftmüll wie Asbest entsorgt werden kann. Gegen diese Pläne regt sich sowohl im Gemeinderat als auch bei den Anwohnern Widerstand.
Mit der beabsichtigten Abfallmenge von 135 000 Tonnen pro Jahr würde sich eine Betriebszeit von 22 Jahren ergeben. Für mineralische Abfälle der Klasse Eins gibt es in der Region zu wenig Deponien. In Erlangen Höchstadt wäre es die erste Ihrer Art. Ganz Mittelfranken besitz nur sechs Deponien mit den Klassen eins und zwei. Mit mehreren Aktionen hat der Bürgerverein sich bereits gegen das Vorhaben engagiert. An diesem Sonntag war es ein Protestkonzert.
Der Gemeinderat Kalchreuth hat in einer Sitzung im Oktober beschlossen, einen Anwalt zu beauftragen. Da das Vorhaben noch im Planstellungsverfahren ist, können noch bis Anfang November beim Bergamt Nordbayern Einwände der Öffentlichkeit abgegeben werden. Derzeit sind schon 66 Einwendungen gegen das Projekt eingegangen.