Faschingsumzüge kennt man vor allem aus Köln oder Mainz. Doch auch in Nürnberg hat diese Tradition eine lange Geschichte: Seit über 600 Jahren zieht hier einer der größten Faschingsumzüge Frankens durch die Stadt. Jedes Jahr werden mehrere zehntausend Besucherinnen und Besucher in die Metropolregion gelockt. Dafür müssen sogar ganze Straßenbahnlinien gesperrt werden. Und neben aufwendig gestalteten Kostümen und bunt geschmückten Faschingswagen wird den Zuschauerinnen und Zuschauern noch einiges mehr geboten.
Erstmals 1397 namentlich erwähnt, findet heute bereits der 629. Gaudiwurm in Nürnberg statt. Rund 90.000 bis 100.000 Besucherinnen und Besucher verwandeln Nürnberg in eine Partystadt. Der Dresscode ist dabei eindeutig: Erlaubt ist alles – außer normaler Straßenkleidung. Startpunkt des Faschingsumzugs ist die Äußere Bayreuther Straße. Von dort zieht sich der Gaudiwurm bis zum Jakobsplatz durch die Stadt. Jeder hier geht mit der Kälte anders um.
Insgesamt 23 Wagen und 26 Vereine beteiligen sich am Umzug. Die ältesten Vereine unter ihnen sind über 100 Jahre alt. Dabei steht jeder Wagen unter einem eigenen Motto. Die Organisation von Wagen, Technik und Kostümen erfordert viel Vorbereitung.
Im Vordergrund stehen wie jedes Jahr der Spaß und das Verteilen von Süßigkeiten – eine Altersgrenze gibt es dabei nicht. Nach knapp 4 Stunden Um 17:30 Uhr endet der Gaudiwurm. Die Stimmung ist, wie zu erwarten, ausgelassen und fröhlich.
Der nächste Gaudiwurm in Nürnberg findet planmäßig in einem Jahr statt. Bis dahin gibt es noch bis zum 18. Februar zahlreiche weitere Faschingsveranstaltungen in der Region.