Lauf an der Pegnitz – eine Stadt wie aus dem Bilderbuch: Fachwerk, kleine Gassen, die Pegnitz mittendurch. Und mittendrin: die Wenzelburg. Auf den ersten Blick einfach eine alte Burg – doch wer genauer hinschaut, entdeckt dahinter spannende Geschichten von Königen, Handelswegen und echtem Mittelalterflair. Ein Ort, an dem Geschichte noch richtig lebendig ist.
Mitten in Lauf an der Pegnitz liegt sie wie aus einer anderen Zeit: die Wenzelburg. Eingebettet zwischen Wasser und Fachwerk, thront sie über der kleinen Altstadt – ein stiller Zeuge fränkischer und mitteleuropäischer Geschichte.
Sie liegt strategisch an der sogenannten Goldenen Straße, der Handelsverbindung zwischen Nürnberg und Prag. Zum ersten Mal taucht eine Burg an dieser Stelle im 12. Jahrhundert in Urkunden auf. Nach einer Schlacht war es nur noch eine Ruine.
Herzstück der Anlage ist bis heute der Wappensaal. Über hundert fein gearbeitete Reliefs schmücken seine Wände – die Wappen von Fürsten, Grafen und Städten des böhmischen Königreichs. Hier hat Karl der IV. wichtigere Gäste empfangen. Die Steinmetz arbeiten sind nicht kaputtgegangen, obwohl sie zugekleistert und erst nach Jahren freigelegt wurden.
Nach dem Tod Karls IV. wechselte die Burg mehrfach den Besitzer. Im 19. Jahrhundert diente sie als Amtsgericht, später als Außenstelle der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg.
Außerdem finden Kulturveranstaltungen und Ausstellungen, sowie Führungen statt. Wer das Geheimnis der Wenzelburg näher kennenlernen möchte, kann sich sonntags um 14 Uhr einer Führung der Stadtfreunde Lauf an der Pegnitz anschließen. Ein Rundgang, der Vergangenes lebendig macht.