Mord verjährt nie – Von Zeit zu Zeit rollt die Polizei deshalb alte Fälle neu auf. Ein frischer Blick durch andere Ermittler. Neue Technik kann aus bekannten Spuren neue Erkenntnisse bringen. So auch bei einem Fall aus Mittelfranken, der bundesweit bekannt wurde durch die Sendung Aktenzeichen XY. Es geht um den Mord an der 12-jährigen Marion Baier im Jahr 1973. Ob die Ausstrahlung neue Erkenntnisse gebracht hat – Veit-Luca Roth mit einer Zwischenbilanz.
Zum Cold Case Marion Baier sind rund 140 Hinweise seit dem vergangenen Mittwoch bei der Kriminalpolizei eingegangen. Der über 50 Jahre alte Fall steht wohl mit einem Mordfall in Kempten von 1981 in Verbindung.
Am Morgen des 2. Juli 1973 wird die Leiche der 12-jährigen Marion Baier in der Hainbergstraße in Kreutles im Landkreis Fürth gefunden. Was heute ein Wohngebiet ist, war damals weitgehend unerschlossen.
Auch über ein halbes Jahrhundert später ist der Mordfall eines mutmaßlichen Sexualstraftäters ungelöst. Nach einer routinemäßigen Nachuntersuchung des Falls kommen die Ermittler auf eine neue Spur. Auch wegen moderner Ermittlungsverfahren.
Jan Frühwald leitet seit Oktober die vierköpfige Arbeitsgruppe „Hainberg“. Neben den Hinweisen der Öffentlichkeit durchforsten die Ermittler etwa 20 Aktenordner. Mit einer schnellen Auflösung des Falls ist deshalb nicht zu rechnen.
Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0911 21 12 – 33 33 entgegen.