In Fürth leben laut offiziellen Zahlen derzeit 132.600 Menschen. Damit ist die Kleeblattstadt seit 2012 um etwa 10.000 Bewohnerinnen und Bewohner gewachsen. Sich in einer neuen Stadt zurechtzufinden, ist ja nicht immer ganz einfach. Neue Fürtherinnen und Fürther sollen sich in ihrer Stadt schnell zu Hause fühlen. Dafür gibt es ein besonderes kulturelles Einstiegsprogramm – auch für Alteingesessene.
Die Kleeblattstadt in 90 Minuten entdecken. Das wollen Gästeführerinnen und Gästeführer wie Monika Hußenöder allen interessierten Besuchenden von Fürth ermöglichen. Die 62-Jährige ist seit neun Jahren Guide in der Stadt – neben ihrem Beruf in der Modebranche. Auf der ersten Station der Tour schlägt sie eine Brücke zwischen Passau und Fürth.
Die Führung „Fürth für Einsteiger“ findet an über 30 Terminen im Jahr statt. Sie kostet bis zu 10 Euro. Vom Kulturforum im ehemaligen Schlachthof der Stadt geht Monika Hußenöder mit ihren Touren in die Innenstadt. Sie erklärt, warum die Stadt um das 18. Jahrhundert wegen seiner Schulen als fränkisches Jerusalem galt. Ein Gedenkstein für die Verbrechen der Nationalsozialisten am Jüdischen Leben in Fürth erinnert heute an diese Tradition. Von dort führt die 62-Jährige die Gruppen an den Geburtsort der Kleeblattstadt und der Kerwa. Von 2.000 gelisteten Denkmälern liegen 60 % in der Innenstadt. In den 1850er Jahren verlagerte sich das Leben vom Grünen Markt in Richtung Fürther Freiheit. Ganz ohne Geschichte kommt dieser Ort jedoch nicht aus. Die Tour endet im Zentrum der Stadt. Dann haben die Interessierten ihren Crashkurs bei Monika Hußenöder nach 90 Minuten erfolgreich beendet.