Dinkelsbühl, Wassertrüdingen und Roth. Das sind die mittelfränkischen Städte, die eine Landesgartenschau – kurz LGS – ausgerichtet haben. Seit 1980 will die Veranstaltung nicht nur Blumenbeete in Städte bringen. Sie will ihren Austragungsorten mehr Lebensqualität geben. 2027 findet die LGS nun in Bad Windsheim statt. Noch aber dominieren Bauzäune und Maschinen den Kurort. Einige Attraktionen nehmen aber schon Gestalt an.
Bad Windsheim ist aktuell vor allem eins: eine Baustelle. Von der Landesgartenschau ist aktuell noch wenig zu sehen. An einer der Baustellen sind Damaris Martin und ihr Team von der Technischen Hochschule Nürnberg mit den letzten Vorbereitungen für ihren Pavillon beschäftigt. Ein Semester lang haben 40 Studentinnen und Studenten an dem Pavillon geplant. Jetzt wird das Fundament gelegt. Der Pavillon soll Teil der Jungen Landesgartenschau werden. Mit zahlreichen Neupflanzungen, einem Rundweg, Sportangeboten, einer Aussichtsplattform und einem Grünen Klassenzimmer finden hier die größten Umbauarbeiten statt.
Bis zum 29. April 2027 bleiben noch knapp acht Monate. Dazu werden etwa 27 Hektar im Kurviertel umgestaltet. In dieser Zeit müssen Wege, Grünflächen und Bauwerke fertig werden. Für die Landesgartenschau investieren die Stadt und die LGS GmbH etwa 20 Millionen Euro. Trotz klammer Kassen halten die Veranstalter am Projekt fest. Schweinfurt hat seine LGS zurückgegeben. Für Damaris Martin und ihr Team geht es in die heiße Phase. Danach werden die vorgefertigten Holzteile aus Fürth nach Bad Windsheim geliefert und hier zusammengesetzt. Dann soll der Pavillon den neuen Landschaftspark bereichern.