In der Nürnberger Kongresshalle tut sich gerade an allen Ecken und Enden etwas. Im Dokumentationszentrum laufen gerade die Vorbereitungen für die neue Dauerausstellung. Aber auch in der neuen Opernspielstätte wird für die Spielzeit 2028 gebaut. 2024 hat das Projekt begonnen. Jetzt ist gewissermaßen der Deckel drauf.
20 Meter lang, massiver Stahl und mehrere Tonnen schwer: Mit diesen sechs Stahlträgern bringen die Arbeiter auf der Baustelle an der Kongresshalle in Nürnberg alles unter Dach und Fach. 5000 Quadratmeter Grundfläche, 10.000 Kubikmeter Beton und 4.000 Tonnen Stahl hat die Ersatzspielstätte insgesamt. Seit Anfang April ist jetzt das Dach auf der neuen Spielstätte, so der verantwortliche Architekt Thomas Brejschka.
Thomas Brejschka arbeitet seit 2008 bei der Stadt Nürnberg. Er begleitet den Bau von Anfang an. Denn: Seit 2023 baut die Stadt an dem neuen Gebäude für die Staatsoper. Die Baukosten von derzeit etwa 300 Millionen Euro blieben laut Stadt stabil. Momentan sei das Vorhaben außerdem im Zeitplan, so Brejschka.
In den nächsten Wochen soll unter anderem der Erweiterungsbau abgedichtet werden. Dann kann es im Innenraum vor allem im Bereich der Bühne und dem Publikumsraum mit der Technik weitergehen, aber nicht nur.
Durch die Verbindung zwischen Opernspielstätte und Torso können in der Kongresshalle selbst die Arbeiten intensiviert werden. Aktuell wird der Bau aus der NS-Zeit saniert. In einem knappen Jahr wollen die Stadt um Thomas Brejschka, das Staatstheater und die beteiligten Firmen das Gebäude dann in Betrieb nehmen. Ab der Saison 2028 soll dann der Spielbetrieb losgehen.