Rund 270 Tausend Menschen in Bayern haben Demenz, das schätzt die zuständige Fachstelle. Doch die Dunkelziffer liegt möglicherweise höher. Um Demenz frühzeitig zu erkennen, gibt es sogenannte Screenings. Eines davon heute in Roth.
Michael Maurer hat sich getraut. In den Aufgaben muss er sich unter anderem Wörter merken, Zahlenreihen fortsetzen oder eine Uhr zeichnen. Für ihn war der Test angenehm – und er hat einen Appell.
Für Betroffene ist eine frühzeitige Erkennung oft sehr hilfreich.
Wer aber bereits an Demenz erkrankt ist, kann der Forschung helfen. Rund 3.500 Demenzpatienten in Bayern sind Teilnehmende des Digitalen Demenzregisters. Hier wird der Langzeitverlauf der Erkrankung erforscht. Beteiligt sind dabei auch die FAU und das Uniklinikum in Erlangen.
Für Michael Maurer war die Zeit sinnvoll investiert. Auch wenn er im Test relativ gut abgeschnitten hat, nimmt er einiges an Infos und Adressen für Anlaufstellen mit. Schließlich ist die Aufklärung über Demenz ein Ziel der Veranstaltung.
Auch außerhalb der Demenzwochen gibt es Hilfe. Ein erster Ansprechpartner kann der Hausarzt sein. Für Betroffene gibt es Angebote, wie zum Beispiel das Erzählcafe in der Stadt Roth, bei denen Menschen mit Demenz weiterhin eine Gemeinschaft finden.