Mo., 23.03.2026 , 15:56 Uhr

Der Gedanke soll weiterleben: Demenz-WG in Oberasbach vor ungewisser Zukunft

Termine vergessen, Gegenstände verlegen oder Konzentrationsschwierigkeiten. Das alles können Symptome einer beginnenden Demenzerkrankung sein. Wenn die Krankheit fortschreitet, bedeutet das für Betroffene oft: Umzug in ein Pflegeheim. Es gibt aber immer öfter auch andere Ideen, wie Demenzkranke betreut werden können. In Oberasbach leben derzeit 10 Bewohnerinnen und Bewohner in einer Demenz-WG zusammen.

Gemeinsam lachen statt vereinsamen

In der Demenz-WG in Oberasbach findet Lachyoga statt – auch Rudi Zimmer ist voll mit dabei. Seit über zwei Jahren ist er Teil der Wohngemeinschaft. Die Angehörigen, hier seine Tochter Sabine Giskes, sind oft in den Alltag mit eingebunden. Die Zimmer: Individuell gestaltet.

„Es ist so gedacht, dass das hier eine große Familie ist. […] Man darf so lang schlafen, wie man möchte. Und wir versuchen eben auch, viel Beschäftigung zu machen.“ – Sabine Giskes, Vorstand “Zuhause in der Schillerstrasse e. V.“

Doch die Demenz-WG steht vor einer ungewissen Zukunft: Das Gebäude soll verkauft werden. Ob das Projekt so weiter bestehen kann, ist noch nicht klar. Auf eine Anfrage aus unserer Redaktion antwortet die Besitzerin nicht. Doch die Hoffnung haben die Angehörigen noch längst nicht aufgegeben. Die Hoffnung aller Beteiligten: Dass der Gedanke der Demenz-WG weiterleben darf. Das würde funktionieren mit einer Käuferin oder einem Käufer, der die WG in der jetzigen Form weiterführt. Für Rudi und seine Mitbewohnerinnen ist das Leben ohne die Wohngemeinschaft kaum noch vorstellbar.

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