Der Z-Bau ist heute eines der wichtigsten Kulturzentren Nürnbergs und ein lebendiger Mikrokosmos der Subkultur. Doch hinter den bekannten Konzerten und Partys verbirgt sich eine enorme Vielfalt: Unter dem Dach des Z-Baus arbeitet und wirkt mittlerweile eine bunte Mischung aus unterschiedlichsten Projekten – darunter der legendäre Kunstverein, das Stadtentwicklungsprojekt Urban Lab, Musiker*innen, der Brauereiverein Z-Bräu, das Zirkuslabor sowie der gemeinschaftlich bewirtschaftete Nordgarten. Sie alle prägen das Haus als einen Ort für Experimente und gemeinschaftliches Arbeiten.
Unsere Dokumentation zeichnet nach, wie aus einem ehemaligen NS-Gebäude dieser offene, inklusive und politische Freiraum entstehen konnte. Denn die Mauern wurden für das Gegenteil gebaut: Ab 1937 von den Nationalsozialisten als SS-Kaserne errichtet und nach dem Krieg jahrzehntelang von der US-Army genutzt, war das Areal lange Zeit eine hermetisch abgeriegelte Sperrzone. Der Film nimmt die Zuschauer*innen mit auf eine filmische Zeitreise – von der friedlichen Kaperung durch die freie Szene Ende der 90er über Meilensteine wie den Club „Zoom“ bis hin zur Fast-Schließung im Jahr 2010.
Im Mittelpunkt stehen vor allem die Menschen, die den Z-Bau heute durch Kollektivstrukturen und ehrenamtliches Engagement tragen. Musiker*innen, Mieter*innen und Mitarbeiter*innen erzählen, wie Selbstverwaltung und Community-Arbeit funktionieren und warum dieser Ort für die freie Kulturszene der Stadt so unverzichtbar ist.
Gefördert von der Rudolf und Eberhard Bauer Stiftung.