Obst und Gemüse, das unter den rot-weißen Schirmen am Hauptmarkt verkauft wird. Diese Kulisse ist den Nürnbergern vertraut. Weil aber in den kommenden Jahren am Obstmarkt gebaut werden soll, ist erstmal Schluss damit. Bis Ende 2029 zieht der Wochenmarkt in die Nürnberger Fußgängerzone.
Mit Himbeere, Mohn oder doch mit Rosinen? Hermann Hofmann verkauft seit 15 Jahren seinen Käsekuchen am Nürnberger Wochenmarkt. Vor ein paar Wochen musste er mit seinem Stand umziehen. Der Markt ist in die Fußgängerzone der Karolinenstraße und der Königsstraße gezogen.
Für Hermann Hofmann und seine Marktkollegen ist das aber kein Problem.
Auch die Stadtratsfraktion der CSU Nürnberg stellt sich hinter die Händler. Der Umzug in die Fußgängerzone sei die richtige Entscheidung gewesen. Die Partei ist im Gespräch mit den Verkäufern – gibt es während der Bauphase Schwierigkeiten, sei man anpassungsfähig.
Auch die Stammkundschaft wandert mit – vielleicht etwas zeitverzögert, aber wirtschaftliche Einbußen gab es bei Händlern wie Hermann noch nicht.
Die CSU- Stadtratsfraktion betont: Man hätte die Absicht, nach den Bauarbeiten wieder zurück an den Hauptmarkt zu kommen. Um das möglich zu machen, ist das finanzielle Überleben der Händler eine Voraussetzung.
Vom Bürgerverein Altstadt hagelt es Kritik. Sie befürchten, dass die Händler auch nach der Bauphase nicht mehr zurück an den Hauptmarkt kommen dürfen. Die Neuorganisation und der neue Standort in der Fußgängerzone könnten die Ursache sein.
Der Bürgerverein hofft, dass der Umzug nochmal auf den Prüfstand gestellt wird. Bis Mitte September werden Unterschriften gesammelt, dann sollen die Forderungen dem Oberbürgermeister Marcus König präsentiert werden.