Ein letzter Überflug und die Funkabstimmung mit dem Tower, dann setzt der erste Eurofighter auf der Landebahn des Albrecht Dürrer Airports auf. In den kommenden Tagen sind insgesamt 74 weitere Starts und Landungen am Airport geplant. Heute waren es nur drei der eigentlich vier Maschinen, die in Nürnberg landeten. Die Eurofighter trainieren zusammen mit dem Flughafenpersonal im Rahmen der Übung “Dispersed Operations”. Für die Luftwaffe ist es das erste Training an einem zivilen Flughafen in Süddeutschland. Zuvor fanden bereits Übungen am Hamburger Flughafen statt. Die Möglichkeit auf den Autobahnen Starts und Landungen durchzuführen wie im Kalten Krieg, wurde bewusst nicht für das Training gewählt. Hier wären die Einschränkungen für Zivilbevölkerung zu groß. Das Ziel der nächsten Tage am Flughafen ist klar gesteckt.
Gerade das Thema Sicherheit ist nach den Vorfällen am Leipziger Flughafen im August priorisiert. Der Flughafen hat seitdem auch bei den kritischen Themen wie Drohnen massiv nachgebessert. Für das Personal am Flughafen sind die Handgriffe der nächsten Tage nicht neu. Schon lange dient der Airport als Ausweichflughafen für die Luftwaffe und auch die Amerikaner nutzen den ihn oft.
In den kommenden Tagen werden die Eurofighter regemäßig um die Mittagszeit den Flughafen ansteuern. Der Normalflugbetrieb soll dabei nicht beeinträchtigt werden. Es sind auch keine Nachtstarts geplant, um den Lärm für die Anwohner in Grenzen zu halten.