Ist der Döner nun deutsch, türkisch – oder vielleicht beides? Erstmals in den 1970er-Jahren in Berlin verkauft, ist er heute aus vielen Innenstädten nicht mehr wegzudenken. Für die meisten ist der Döner die erste Wahl, wenn es schnell gehen muss. Über Jahre hinweg blieb das Grundrezept nahezu unverändert: Fleisch, Zwiebeln, Salat und Knoblauchsoße im Fladenbrot. Doch eine Metzgerei aus Nürnberg denkt den Klassiker neu.
Seit Kurzem verkauft eine Metzgerei in Nürnberg jeden Mittwoch ihren eigenen kreierten Bratwurstdöner. Statt klassischem Drehspießfleisch kommen hier Bratwürstchen ins Brot – ergänzt durch Weißkrautsalat, Röstzwiebeln und eine hausgemachte Soße. Kaum eine Stunde im Sortiment, gingen bereits die ersten Bestellungen ein. Der Weg von der Idee bis zur Umsetzung war dabei überraschend kurz.
Der Familienbetrieb wird inzwischen in vierter Generation geführt und beschäftigt rund 25 Mitarbeitende. Doch die Nachfrage nach traditionellen Fleischprodukten geht zurück – viele Metzgereien müssen schließen. Mit dem Bratwurstdöner will Mitarbeiterin Rosie Zenger versuchen neue Impulse zu setzen und die Kundschaft wieder verstärkt anzusprechen. Aber wie kommt die fränkische Variante des Klassikers an?
Die Passantinnen und Passanten zeigen sich neugierig – und überzeugt vom Geschmack. Ein normaler Döner kostet 7,50€ den hier gibt es schon ab 4,90€. Ob der Bratwurstdöner jedoch ernsthafte Konkurrenz für den klassischen Döner wird, bleibt abzuwarten.