Bisher werden Schulsanitätsdienste an unseren Schulen über einen Gong zum Einsatz gerufen. Das Problem: Oft braucht es viel Zeit und Umwege, bis die Schülerinnen und Schüler wissen, wie und wo sie helfen können. Genau das stört auch eine Schülergruppe am Johannes-Scharrer-Gymnasium in Nürnberg. Deshalb haben sie ein effizientes Konzept entwickelt, das inzwischen weit über ein einfaches Schulprojekt hinausgeht.
Ein Warnsignal geht mitten im Unterricht los. Nicht über Lautsprecher, sondern über kleine Geräte auf den Schultischen. Über sie wird der Schulsanitätsdienst zu einem Notfall gerufen. Das Pager-Modell hat die Schülergruppe selbst entwickelt, um ihre Abläufe zu erleichtern.
Warnung über Schulgong führt zu Chaos
Noch handelt es sich um einen Prototyp, parallel setzt die Schule weiterhin auf einen Alarmgong. Die Schulsanitäterinnen haben aber bereits erlebt, dass der bisherige Ablaufplan an seine Grenzen stößt.
Seit eineinhalb Jahren entwickelt eine Schülergruppe nun ein Pager-System, das einen effizienteren Einsatz ermöglichen soll.
bereits mehrere Preise gewonnen
Die Materialkosten für einen Pager liegen bei etwa 30 Euro. Bisher hat das Gymnasium die gesamte Entwicklung selbst gefördert; über Preisgelder bei Wettbewerben wie Jugend forscht und Vision-Ing21 haben die Schülerinnen und Schüler sogar ein Plus erzielt. Damit ist das Projekt aber noch nicht abgeschlossen.
In der kommenden Woche steht daher nun ein Gespräch mit dem Nürnberger Zollhof über zukünftige Förderungen an. Dann soll sich zeigen, ob auch andere Schulen mit eingebunden werden können oder sogar ein eigenes Start Up möglich ist.