Die Hitzewelle im Mai hat nicht nur für sommerliche Temperaturen gesorgt – sie hat auch die Entwicklung und Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners begünstigt. In Nürnberg wurden inzwischen zahlreiche Nester entdeckt, teilweise mit einer Größe von bis zu 1,5 Metern. Aktuell liegen der Stadt zwischen 150 und 200 Meldungen vor, die überprüft werden müssen.
Die Raupen leben an Eichen, in Baumgruppen und an Waldrändern. Ihre kaum sichtbaren Brennhaare können beim Menschen Hautreizungen, Atemwegsbeschwerden und allergische Reaktionen auslösen. Die betroffenen Bereiche beschränken sich inzwischen nicht mehr auf einzelne Standorte.
Das trockene und warme Frühjahr hat den Larven ideale Entwicklungsbedingungen geboten. Die Stadt Nürnberg verzeichnet deshalb derzeit eine besonders starke Ausbreitung der Tiere. Aufgrund der hohen Zahl an Meldungen kommt es bei der Beseitigung teilweise zu Wartezeiten von zwei bis drei Wochen.
Die Entfernung der Nester übernehmen speziell geschulte Fachkräfte mit besonderen Saugsystemen und entsprechender Schutzausrüstung. Andere Methoden kommen nicht infrage, da dabei die Brennhaare aufgewirbelt und weiterverbreitet werden könnten. Die Stadt weist deshalb ausdrücklich darauf hin, Nester nicht selbst zu entfernen.
Gefährlich sind die Raupen vor allem von Mai bis Mitte Juli. Danach entwickeln sie sich zu Faltern, allerdings bleiben die Nester mit ihren Brennhaaren weiterhin ein Gesundheitsrisiko. Bei der Beseitigung haben derzeit Schulen, Kindertagesstätten und stark frequentierte öffentliche Bereiche Vorrang.