Als Kette, Ring oder kleine Schnitzerei – Bernstein ist ein beliebtes Schmuckstück. Doch wie genau erkennt man, ob es sich um echten Bernstein handelt? Das und mehr können Interessierte im Bernsteinmuseum in der Nürnberger Altstadt erfahren.
Ob cognacfarben, schimmernd weiß oder mit seltenen Blautönen. Janusz Henn stellt in seinem Museum in Nürnberg hunderte Exponate rund um das Thema Bernstein aus. Darunter verstecken sich auch echte Schätze.
Die vom Bernstein eingeschlossene Spinne gibt bereits einen Hinweis darauf, wie das Gestein entsteht.
Viele der geschnitzten Figuren und Steine in der Sammlung stammen aus Danzig in Polen. Die Region an der Ostsee ist das Mekka für Sammler und Händler. Damals wie heute gilt: Nur das Original will man haben. Doch wie lassen sich echte Bernsteine und Replikate aus Kunststoff unterschieden. Experte Henn hat dafür einen Versuch vorbereitet. Lässt man Originale und Kopien in Leitungswasser fallen, sinken beide zu Boden. Bei Salzwasser sieht das aber anders aus.
Echter Bernstein ist so leicht, dass er vom Salzwasser getragen wird. Doch nicht nur daran erkennt der geschulte Blick einen echten Bernstein. Auch beim Schleifen offenbart nur ein Original einen klaren Blick ins Innere. Für das Polieren gibt es ein eigenes Verfahren.
Für Henn ist das Polieren Routine. Seit seiner Kindheit faszinieren ihn die goldgelben Steine. Zusammen mit seinem Vater hat er seit 35 Jahren die Ausstellung aufgebaut.
Wer die kleinen und großen Schätze mit eigenen Augen sehen möchte: Geöffnet hat das Museum täglich außer Sonntags von 10 bis 13 und von 14 bis 16 Uhr. Und das Beste: Der Eintritt ist frei.