Im Jahr 1954 wurde der DFB durch das „Wunder von Bern“ erstmals Weltmeister. In der Vorrunde hatte Deutschland gegen Ungarn bei Sonnenschein noch mit 3:8 verloren. Im Finale siegte das DFB-Team dann mit 3:2 – trotz 0:2-Rückstand. Gespielt wurde im Dauerregen von Bern. Die Schuhe der überlegenen Ungarn waren schon bei Trockenheit rund 650 Gramm schwer. Wegen der Erfindung eines Herzogenauracher Schuhherstellers hatten die deutschen Spieler deshalb einen entscheidenden Vorteil.
Alles begann im Jahr 1949. Adolf Dassler gründete das heute weltweit bekannte Unternehmen Adidas. Dassler war damals unter anderem auch Zeugwart der deutschen Nationalmannschaft. Im Archiv des mittelfränkischen Sportartikelherstellers lässt sich erkennen, warum der deutsche Fußball-Erfolg so eng mit der Marke in Verbindung steht.
Heute ist Adidas nicht nur für die Produktion von Fußball-Schuhen zuständig. Das Unternehmen stattet 14 der 48 WM-Teams mit Trikots aus. Ein Milliarden-Geschäft.
Ein besonderer Verkaufsschlager: das Auswärtstrikot der deutschen Nationalmannschaft. Im Design finden sich zahlreiche Repliken aus der DFB-Geschichte wieder – auch die blaue Farbe.
Doch bei Trikot-Designs kommt es nicht nur auf historische Aspekte an.
Das Archiv bedeutet für Chefdesigner Jürgen Rank die Welt. Doch die beiden DFB-Trikots werden vorerst die letzten beiden sein, die dort eingelagert werden. Nach der WM endet nach mehr als 70 Jahren die Kooperation zwischen Ausrüster und dem Fußball-Verband.