Di., 07.10.2025 , 18:06 Uhr

Eine Delle in der Entwicklung?: Wie steht es um den Glasfaserausbau in Mittelfranken

Schnelles Internet und stabiles Netz: das ist nicht nur zum Surfen zuhause  wichtig, aber auch für Unternehmen der Region. Aktuell hat laut dem Verband der bayerischen Wirtschaft jeder dritte Haushalt in Mittelfranken Glasfaseranschluss – bei Unternehmen sind es über 40 ProzentDoch die Zahl steigt nur langsam. Auf dem Bayerischen Breitbandforum in Gunzenhausen diskutieren deshalb Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, ob und wie der Glasfaserausbau gelingen kann.  

Kommunen packen selbst an

Matthias Krapp ist Bürgermeister der fränkischen Gemeinde Priesendorf. Aktuell baut seine Kommune den Glasfaseranschluss für die Bevölkerung aus. 74 Haushalte sind bereits versorgt, doch das Projekt stockt.  Das Besondere: Gebaut wird das Netz von der Gemeinde Priesendorf mit regionalen Partnern. Matthias Krapp sieht darin kommunale Daseinsfürsorge. Telekommunikation ist aber eigentlich Aufgabe von Bund und Freistaat wären. Das Telekommunikationsunternehmen übernimmt nach dem Ausbau den Betrieb des Netzes.  

Ist der Glasfaser-Hype vorbei

Auf dem 12. Breitbandforum in Gunzenhausen spricht der Bürgermeister über diese Betreiberlösung für bayerische Kommunen. Denn: Das Bayerische Finanzministerium möchte die Förderung dafür um 15% senken. Für Priesendorf würde das Projekt somit eine halbe Million Euro teurer. Das Sondervermögens des Bundes – eine Strategie um Bayerische Kommunen mit Geld zu versorgen. Und das Geld von etwa acht Millionen wird dringend gebraucht. Doch Kommunen fällt es immer schwerer in den Ausbau zu investieren. Aber nicht nur finanzielle Probleme plagen die Kommunen. Trotzdem wollen Gemeinden ihre eigene Infrastruktur verbessern. Soll will Priesendorf die nächsten 500 Haushalte in seiner Gemeinde ans schnelle Internet andocken. 

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