Di., 14.04.2026 , 16:50 Uhr

Ein Nehmen und Geben: So funktioniert der Tauschring in Nürnberg

Zu wenig Zeit im Alltag, steigende Preise – und oft bleibt auch das Miteinander auf der Strecke.

Eine Idee, die genau hier ansetzt, die gibt es in Nürnberg schon seit 30 Jahren: 

Der Verein Tauschring Nimm und Gib setzt auf ein System, in dem Lebenszeit zur Währung wird. Dabei greifen sie vor allem ein Thema auf, das gerade für die ältere Generation sehr Aktuell ist: Gegenseitige Unterstützung. 

Was auf den ersten Blick wie ein gewöhnliches Treffen wirkt, ist in Wirklichkeit ein alternatives Wirtschaftssystem. In dem Verein kommen die Mitglieder zusammen, um sich gegenseitig zu unterstützen – ganz ohne Geld. Die Idee dahinter entstand, als Gründer Heinrich Haußmann ein Tauschspiel zwischen zwei Personen beobachtete. 

Das Prinzip ist einfach: Wer eine Leistung erbringt, bekommt Zeit  in Stunden – auf sein eigenes Buchungskonto gutgeschrieben. Diese kann später genutzt werden, um selbst Unterstützung zu bekommen.  

Jeder kann etwas – und das wird hier sichtbar gemacht. Getauscht wird fast alles: 
Von Reparaturen über Kinderbetreuung bis hin zu Wissen, eine Übernachtungsmöglichkeit oder selbstgemachten Produkten. So entsteht ein Geben und Nehmen, das sich innerhalb der Gemeinschaft ausgleicht. Monatlich gibt es mindestens Veranstaltungen, an denen die Mitglieder zusammenkommen, um sich auszutauschen und gegenseitig zu helfenOrganisiert wird das Ganze ehrenamtlich – von den Mitgliedern selbst. 

Der Verein greift damit ein Thema auf, das heute aktueller ist denn je: 
Gemeinschaft, gegenseitige Hilfe und der bewusste Umgang mit Ressourcen. 

Für Gründer Heinrich Haußmann ist der Tauschring bis heute ein echtes Herzensprojekt. 
Sein Wunsch: dass die Idee weiterwächst und noch mehr Aufmerksamkeit bekommt. 

Mitmachen kann jeder. Besondere Fähigkeiten sind keine Voraussetzung – entscheidend ist nur sich einzubringen. Ein einfaches System, das zeigt: 
Es braucht manchmal nur Menschen, die bereit sind, einander zu helfen. 

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