Mo., 30.03.2026 , 13:25 Uhr

Einst Symbol des Wirtschaftswunders: Die Historie des Plärrer-Hochhauses in Nürnberg

Die „Stahlbeton-Skelettbauweise“ zeichnet das Plärrer-Hochhaus in Nürnberg aus. Zugegebenermaßen: Schön sieht es für die meisten wohl nicht aus. Es ist allerdings nicht umsonst denkmalgeschützt – und hinter der Fassade verstecken sich interessante Geschichten. Auch über die Historie Nürnbergs.

Der Blick über Nürnberg vom Plärrer-Hochhaus

Zu entdecken: Eine Mischung aus Moderne und Denkmälern. Schon seit über 70 Jahren thront das Gebäude über der Stadt. 56 Meter hoch. Die Stufen erklimmt heute Daniel Gürtler. Der Historiker führt auch oft Interessierte durch das Hochhaus. Der Höhepunkt ist aber immer der Ausblick von ganz oben.

Ein besonderes Markenzeichen des Plärrer-Hochhauses: Kunst am Bau. Zahlreiche Kunstwerke befinden sich neben ganz normalen Arbeitsplätzen und Besprechungszimmern. Ein Kunstwerk – besser gesagt ein Wandgemälde – befindet sich im 3. Stock. Ein Gemälde zeigt die Wasserversorgung der Stadt Nürnberg – von der Quelle, bis hin zu den Verbraucherinnen und Verbrauchern.

Ab 2016 aufwendige Sanierungsarbeiten

Bei einer umfangreichen Sanierung zwischen 2016 und 2019 wurde das Hochhaus nicht nur energetisch und brandschutztechnisch auf den aktuellen Stand gebracht. Auch die Büros wurden modernisiert und viele frühere Gestaltungselemente rekonstruiert. Wie beispielsweise ein Gang im 3. Stock, in dem an der Wand Mosaiken aus Solnhofer Platten zu finden sind. Da ursprünglich ein Kakteengarten den Gang zierte, wurde der Gebäudeteil auch die „dornenreiche Beamtenlaufbahn“ genannt. Und die führt immer noch zur Kantine.

Im Erdgeschoss befindet sich das großzügige Foyer. Früher war es wegen der Beratungsräume halb öffentlich, heute ist es nur für Mitarbeitende der Städtischen Werke zugänglich. Den Pater Noster ersetzt heute ein moderner Aufzug. Und auch Goldfische gibt es hier nicht mehr. Nicht alles übersteht den Lauf der Zeit – doch im Plärrer-Hochhaus ist es bei genauerem Hinsehen viel, das die Geschichte erzählt. Wer einen Platz bei einer Führung bekommt, darf auch mal den Blick von der Aussichtsplattform über Nürnberg schweifen lassen.

Die nächste Führung durch das Hochhaus im April ist schon ausgebucht. Die nächste Chance auf einen Blick hinter die Kulissen sind dann die Stadt(ver)führungen im September.

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