Mo., 23.02.2026 , 17:52 Uhr

EnforceTac 2026: Vernetzte Sicherheit im Fokus

Milliardeninvestitionen und internationale Kooperation

Bis 2029 soll der Haushalt des Verteidigungsministeriums auf über 150 Milliarden Euro steigen. Hochmoderne Waffensysteme sollen kommen. Aber auch in Sachen „Drohnenabwehr“ reagiert Deutschland. Gemeinsam mit anderen Ländern wie Frankreich oder Italien wurde jetzt eine gemeinsame Initiative gestartet, um Systeme zur Verteidigung zu entwickeln. Eine Schnittstelle zwischen Sicherheitspolitik, Technologie und Forschung soll die Fachmesse Enforce Tac sein. Die ist heute in Nürnberg gestartet. Der Fokus in diesem Jahr: “Vernetzte Sicherheit”.

Veränderte Sicherheitslage

Die Sicherheitslage in Deutschland hat sich in den letzten Jahren verändert. Krieg in der Ukraine, Cyberangriffe, Attacken auf Stromnetze und Infrastruktur. Entsprechend wichtig ist eine leistungsfähige Ausstattung der Sicherheitsbehörden. Auch Hochschulen dürften sich aus Sicht von Innenminister Joachim Herrmann nicht vor sicherheitsrelevanter Forschung verschließen.

Seit 2012 findet die Enforce Tac jährlich in Nürnberg statt – und sie wächst. Auf mehr als 60.000 Quadratmetern präsentieren in diesem Jahr mehr als 1.400 Aussteller ihre Produkte und Entwicklungen. Im kommenden Jahr soll die Messe nochmal größer werden.

Das Interesse wächst also, zum Beispiel im Bereich Cybersecurity oder Drohnenabwehr. Auch beim Schirmherrn der Messe: Bundeskanzler Friedrich Merz.

„Wir wollen uns verteidigen können, damit wir uns nicht verteidigen müssen. Verteidigung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und Grundlage für die Resilienz und Zukunftsfähigkeit unseres Landes.“ Bundeskanzler Friedrich Merz

Kritik und Proteste

Im Zeitraum der Messe sind allerdings auch Gegendemonstrationen geplant. Kritik kommt unter anderem von der Partei Die Linke. Sie sieht die Messe und bestimmte Präsentationsformate wie das „Enforce Tac Village“ kritisch.

Stadtratsfraktion Die Linke Nürnberg

“Nürnberg versteht sich als Stadt des Friedens und der Menschenrechte. Dieses Selbstverständnis steht in einem offensichtlichen Spannungsverhältnis zu einer Messe, auf der Waffen und militärische Ausrüstung beworben, vernetzt und in realitätsnahen Anwendungsszenarien präsentiert werden.”

 

Die Messe richtet sich ausschließlich an Fachpublikum. Bis Mittwoch läuft die Enforce Tac noch. Im Fokus bleiben dabei die Fragen, wie Sicherheitstechnologien finanziert, eingesetzt – und am Ende gesellschaftlich eingeordnet werden.

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