Do., 13.11.2025 , 16:56 Uhr

Erinnern und Wachsamsein: Ansbach zwischen Geschichte und Gegenwart zur Reichsprogromnacht

Ansbach erinnert an die Opfer der Reichsprogromnacht und den antisemitischen Terror von 1938. Doch die Vergangenheit bleibt nicht Geschichte – auch heute gibt es antisemitische Vorfälle, auch in Ansbach. Zum Beispiel als die gehisste Israel-Flagge am Rathaus beschossen wird. Die Stadt Ansbach will an die Pogromnacht erinnern und Haltung zeigen, zusammen mit dem Zentralrat der Juden.  

Am 9. November 1938 brannten in Deutschland Synagogen, auch in Ansbach. Heute, 87 Jahre nach der Reichsprogromnacht, versammeln sich Bürgerinnen und Bürger in der Karlshalle, um der Opfer zu gedenken. Vertreter des Frankenbundes, des Zentralrats der Juden, der Kirchen und der Stadt sind dabei.  

Die Gedenkstunde: eine Brücke zwischen Erinnerung und Gegenwart. Knapp einen Kilometer vom Veranstaltungsort entfernt hängt am Rathaus die israelische Flagge. Für den Oberbürgermeister ein Symbol für Solidarität, aber auch Ziel eines Angriffs. Vier Jugendliche beschädigen in der Silvesternacht 2024 mit Feuerwerkskörpern die Flagge. Die Tat löst bundesweit Empörung aus. 

Spätestens seit dem Angriff der Hamas auf Israel im Oktober 2023 ist Antisemitismus auch in Deutschland wieder sichtbarer und spürbarer und spürbarer geworden. 

Die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Bayern zählte im Jahr 2024 insgesamt 1515 antisemitische Vorfälle. Fast doppelt so viele wie noch im Vorjahr. Trotzdem: Josef Schuster hat Hoffnung.

Die wehende Flagge am Rathaus und auch die Kränze in der Ansbacher Synagoge sollen erinnern. Nicht nur an die Opfer von 1938, sondern auch an den Antisemitismus heute. 

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