Di., 01.09.2026 , 10:53 Uhr

Erlangen muss sparen: Externe Berater sollen bei der Haushaltsplanung helfen

Erlangen muss sparen. Bis 2029 sollen 64 Millionen Euro gekürzt werden. Die Regierung von Mittelfranken fordert Einsparungen – externe Berater könnten dabei helfen. Neu ist dieses Vorgehen nicht. Die Firma Rödl hat bereits 2010 die Stadt Erlangen beraten. 

Für 2026 soll Erlangen fünf Millionen Euro zusätzlich einsparen. In den Folgejahren soll diese Summe laut Regierung auch noch weiter steigen. Die Stadt prüft deshalb, ob externe Berater bei der Haushaltskonsolidierung unterstützen könnten. 

Der Blick von außen soll laut Stadt dabei helfen, eine zusätzliche Perspektive zu geben. 

Externe Beraterfirmen haben einen breiten Blick und können besser Vergleiche mit anderen Städten erheben. Man muss auch ehrlich sagen, dass es intern manchmal schwierig ist, bei bestimmten Themen die notwendige Distanz zu haben und unvoreingenommen Entscheidungen zu treffen. – Jörg Volleth (CSU), Oberbürgermeister Erlangen

Eine solche Beratung startet mit einer Diagnose. Was sind die Ausgaben und Einnahmen der Stadt? Gibt es Abläufe, die automatisiert werden könnten? Wie gut arbeiten Kommune und Betriebe zusammen? 

Die Beratung ist dabei nicht verbindlich – bei den Vorschlägen handelt es sich um Empfehlungen. Welche Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden, entscheiden Verwaltung und Stadtrat. 

Die SPD-Stadtratsfraktion lehnt eine externe Beratung ab. Das notwendige Fachwissen sei in der Stadtverwaltung bereits vorhanden. 

In der Stadtverwaltung gibt es genug Mitarbeiter:innen und Know-how, um einen Sparplan zu erstellen. […] Wir sind davon überzeugt, dass eine Beratung nicht zu besseren Ergebnissen kommen wird. Im Gegenteil sorgt eine externe Beratung für massive Unsicherheit bei Stadtverwaltung, städtischen Einrichtungen und Zuschussempfänger:innen und lähmt damit das Weiterführen eines konstruktiven Konsolidierungsprozesses. – Philipp Dees (SPD), Fraktionsvorsitzender SPD-Stadtratsfraktion Erlangen

Auch die Kosten, die dabei anfallen würden, sind noch offen. Wie teuer eine solche Beratung werden würde, hängt laut Stadt davon ab, welchen Umfang der Auftrag hätte. Die Firma Rödl hat Erlangen bereits 2010 beraten. Seitdem haben sich die Arbeitsweise jedoch stark verändert. 

Ob Erlangen tatsächlich externe Berater beauftragt, soll nach der Sommerpause im Stadtrat entschieden werden. Bis dahin bleibt offen, welche Rolle externe Expertise bei der weiteren Haushaltskonsolidierung spielen wird. 

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