Di., 28.10.2025 , 17:09 Uhr

Erlanger Haushalt: Es stehen den Bürgerinnen und Bürgern teurere Zeiten bevor

Die Haushaltslage in Erlangen bleibt angespannt. Etwa 220 Millionen Euro Schulden hat die Stadt aktuell. Deshalb ihr aktuell nur eine vorläufige Haushaltsführung. Erlangen muss sich quasi jede Ausgabe von der Regierung von Mittelfranken genehmigen lassen. Die Bedarfszuweisung des Finanzministeriums von 35 Millionen Euro soll eine Hilfe darstellen. Reichen tut das Allerdings nicht. Deshalb will die Hugenottenstadt jetzt sparen und neue Einnahmen generieren. 

Der Haushalt wird noch länger vorläufig bleiben müssen

In der Erlanger Innenstadt sprudelt momentan fast nicht einmal mehr der Hugenottenbrunnen. Denn durch das Haushaltsloch von etwa 226 Millionen Euro scheinen die Geldquellen der Stadt aktuell versiegt zu sein. Aktuell liegt die Stadt finanziell an der Leine der Staatsregierung. Da ist es nur logisch, dass man bei den finanziellen Maßnahmen in der Stadt auch auf den Hund kommt. Das soll der Stadt insgesamt etwa 100.000 Euro im Jahr bringen.  

Der Rotstift wird nur schwer zu vermeiden sein

Doch auch die Kultur und soziale Einrichtungen könnten von den Maßnahmen betroffen sein. In den kommenden Jahren wird man in der Hugenottenstadt also ein gutes Nässchen brauchen, wie man die Lage verbessern kann. Denn nach einem Hoch an Gewerbesteuereinahmen bis 2023, sind diese bis September 2025 um defacto 66% eingebrochen. Die Grünen in Erlangen sehen den Handlungsbedarf aber nicht nur bei den Einnahmen.  

Eva Linhart (Bündnis ’90 / Die Grünen): Die Stadt muss nun ihre Hausaufgaben machen: die Verwaltung effizienter, schneller, einfacher und digitaler gestalten und den Wechsel hin zu einer echten Service-Mentalität für unsere Wirtschaft, Geschäftsleute und die Menschen in der Stadt herbeiführen. Nur wenn es gelingt, dauerhaft höhere Einnahmen zu generieren, werden wir finanziell wieder auf einen grünen Zweig kommen. 

Durch die schwache wirtschaftliche Lage wird die finanzielle Leine erstmal kurz bleiben. Neben der Bedarfszuweisung vom Freistaat über 35 Millionen Euro hofft Konrad Beugel, dass das Spitzengespräch zwischen Land und Kommunen neue Gelder nach Erlangen bringt. Dann sprudelt in Erlangens Altstadt in Zukunft nicht nur der Hugenottenbrunnen.   

Erlangen Franken Franken Fernsehen Guten Abend Franken Haushalt Mittelfranken Stadtrat Erlangen

Das könnte Dich auch interessieren

02.06.2026 00:45 Min Erlanger Poet*innenfest: Stadt sammelt Spenden Die Stadt Erlangen sammelt Spenden für das Poet*innenfest. Hintergrund ist die angespannte Haushaltslage der Stadt. Lange war unklar, ob das Literaturfestival in diesem Jahr überhaupt stattfinden kann. Um die Kosten des Festivals in Höhe von rund 200.000 Euro zu decken, setzt die Stadt nun neben Sponsoren und Zuschüssen auch auf Unterstützung aus der Bevölkerung. Dafür ist auf dem Spendenportal „WirWunder“ 24.03.2026 03:42 Min Innovation durch Kooperation: Das Medical Valley bringt seit 20 Jahren die Region voran In den 90er Jahren erlebt die Stadt Erlangen wirtschaftlich schwere Zeiten. Die Hugenottenstadt steht vor der Frage: Wie soll es weiter gehen. Motor dieser Neuausrichtung soll die Gesundheitsbranche werden. Firmen, die Friedrich-Alexander-Universität und die Stadt gründen 2006 das Medical Valley – nach dem Vorbild des Silicon Valley. Jetzt wird in Erlangen und der Region Jubiläum 13.05.2026 00:31 Min Konstituierende Stadtratssitzung in Erlangen: OB Volleth vereidigt elf Frauen und zehn Männer Lange wurde verhandelt, jetzt hat sich in Erlangen der Stadtrat konstituiert. In der Heinrich-Lades-Halle hat der neue Oberbürgermeister Jörg Volleth elf Frauen und zehn Männer vereidigt. Anschließend hat Volleth seine Antrittsrede gehalten. Bereits Ende April hatten die CSU, die Grünen und die Grüne Liste ihre Kooperation im Stadtrat öffentlich gemacht. Vor allem die Themen Haushalt, Klimaschutz, Wirtschaft und Mobilität stehen 07.05.2026 00:32 Min Wegen hoher Benzin- und Energiekosten: Tafel Erlangen bittet um Spenden Die Tafel Erlangen bittet um Spenden. Die Einrichtung wird seit 30 Jahren von Ehrenamtlichen getragen, die sich um die Abholung und Ausgabe von Lebensmittel an Bedürftige kümmern. Doch steigende Benzin- und Energiekosten erschweren Transport und Kühlung der Lebensmittel, Reparaturen sowie die Anschaffung von Hygienematerial zunehmend. Um das Angebot, das von verschiedensten Alters- und Bevölkerungsschichten in Anspruch genommen wird, weiter aufrecht erhalten zu können werden dringend finanzielle