Mo., 02.03.2026 , 17:32 Uhr

Erlanger Viertklässler retten die Welt: Mit Toastern und kaputten Fernbedienungen

Kinder sammeln Elektroschrott – mitten in Erlangen. Was erstmal ungewöhnlich klingt, hat einen ernsten Hintergrund. Denn alter oder ausgediente Elektrogeräte gehören zu den schnellsten wachsenden Müllarten weltweit. Allein in der EU fallen jedes Jahr 8,7 Millionen Tonnen Elektroschrott an. Vieles davon landet jedoch nicht im Recycling. Die Initiative E-Wast-Race will das ändern und setzt dabei auf die Jüngsten. Die vierte Klasse der Otfried-Preußler-Schule in Erlangen sammelt von 2. bis 25. März Elektroschrott und lernt dabei, warum alte Geräte wertvoller sind als gedacht.  

Ein altes ferngesteuertes Auto. Ein alter Toaster. Eine alte Lampe, die niemand mehr braucht. Was für viele einfach Müll ist, wird hier zu einer Mission. Denn Elektroschrott ist ein wachsendes Problem. Rund zehn Kilogramm pro Person fallen jährlich in Deutschland an.  

Viele Geräte landen zu Hause in Schubladen oder werden falsch entsorgt statt im Recycling. Dabei stecken in ihnen wertvolle Rohstoffe: Gold, Kupfer oder seltene Erden. Materialien, die weltweit immer knapper werden. Die Viertklässler sollen dafür ein Bewusstsein bekommen.  

Der Gedanke dahinter: Umweltbildung zum Anfassen. Statt nur darüber zu sprechen, erleben die Schüler der Otfried-Preußler-Schule direkt, welchen Wert alte Geräte noch haben. Nebenbei lernen sie auch etwas über Ressourcen, Nachhaltigkeit und Verantwortung.  

Ein erheblicher Teil von Elektroschrott wird nicht richtig gesammelt. Oft fehlt es am nötigen Wissen. Bei der Verbrennung der Altgeräte entstehen giftige Stoffe, die für die Umwelt nicht gut sind. Das Wissen jetzt auch die 13 Viertklässler und das hat einen spürbaren Eindruck hinterlassen.  

Gesammelt wird vom 2. bis 25. März jegliche Art von elektrischen Altgeräten, solange diese unter einer Länge von 50 Zentimeter sind. Die Schule duelliert sich mit neun anderen Schulklassen aus dem Raum Erlangen, gewinnen wollen sie auf jeden Fall. 

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