Erst letzte Woche konnte die Ermittlungskommission des Polizeipräsidiums Nürnberg “EKO Kajal” neue Erfolge verzeichnen. Drei Männer wurden festgenommen, zwei davon stehen unter Verdacht, eine 14-Jährige vergewaltigt zu haben. Der Dritte soll Drogen an Minderjährige abgegeben haben.
Am Nürnberger Hauptbahnhof nahm die Arbeit der Ermittlungskommission “EKO Kajal” ihren Anfang. Minderjährige Mädchen bekommen Drogen verabreicht und werden vergewaltigt. Die andauernden Verbrechen bereiten der Polizei bereits seit Monaten Sorgen.
Sie setzen auf verstärkte Präsenz am Hauptbahnhof, es gibt Kontrollen und Videoüberwachung. Dadurch scheint sich das Problem zu verschieben.
Der letzte bekannte Fall fand Ende August statt. Ein14-jähriges Mädchen stimmte zu, für eine E-Zigarette sexuelle Handlungen an zwei Syrern durchzuführen. Im weiteren Verlauf sollen die Männer das Mädchen auf dem Parkgelände des Plärrers vergewaltigt haben.
Doch meistens sind es keine öffentlichen Schauplätze, an denen die Taten stattfinden.
In vielen Fällen sind die Täter bereits bekannt und stehen schon im Fokus der EKO Kajal. Der SPD-Landtagsabgeordnete Arif Taşdelen hinterfragt die rechtlichen Möglichkeiten der Polizei. Haben Justiz und Polizei genügend Handlungsspielraum, um früher wirksam eingreifen zu können?
Wir müssen genau wissen, was der Staat in der Phase zwischen ersten Hinweisen und späteren Maßnahmen tun kann. Wenn es dort Lücken gibt, müssen wir sie schließen – gerade wenn Kinder und Jugendliche geschützt werden müssen – SPD-Landtagsabgeordnete Arif Taşdelen
Laut Michael Petzold sind die rechtlichen Handlungsspielräume ausreichend.
Mit den neuesten Festnahmen konnten jetzt Haftbefehle gegen insgesamt 18 Tatverdächtige vollstreckt werden. Die EKO Kajal bleibt weiter aktiv. Die Arbeit erstreckt sich jetzt aber über den Nürnberger Hauptbahnhof hinaus.