Am 28. Juni sind die Nürnbergerinnen und Nürnberger zum Bürgerentscheid aufgerufen. Sie sollen über die Zukunft des Frankenschnellwegs im Stadtgebiet entscheiden. Allerdings: An einem Teil des FSW finden bereits Bauarbeiten statt – nämlich an den Hafenbrücken über den Main-Donau-Kanal. Sie stammen aus den 1970er Jahren und werden Stück für Stück erneuert. Dazu wird jetzt ein zentraler Baustein gesetzt.
74 Meter lang und 520 Tonnen schwer: Dieser Stahlkoloss soll den ersten Teil der neuen Hafenbrücken komplett machen. Nach zwei Monaten Vorbereitung soll es kommenden Dienstag so weit sein. Der Lückenschluss ist nicht nur wegen seiner Größe eine logistische Meisterleistung, so André Winkel vom Servicebetrieb Öffentlicher Raum. Momentan heben mehrere Stützen das Teilstück an. Damit es dann erst auf das Wasser und dann in die Luft gezogen werden kann. Im Prinzip funktioniert das Ganze wie ein Wagenheber – nur deutlich größer.
Mit 314 Metern sind die Hafenbrücken Nürnbergs längste Brücken. In den 1970er Jahren wurde sie aus Stahlbeton gebaut. Derzeit werden sie nun Stück für Stück abgerissen und durch neuere Stahlkonstruktionen ersetzt. Um den Verkehr am Main-Donau-Kanal zu entlasten, soll jetzt das Teilstück des Frankenschnellwegs durch die Behelfsbrücke ergänzt werden. Sie ist für Einsatzfahrzeuge erforderlich und wird ab September 2026 in den Betrieb gehen. Das Projekt Hafenbrücken soll, so André Winkel, 2030 abgeschlossen sein. Bis dahin sind alle Teilstücke über dem Main-Donau-Kanal angebracht.