Do., 11.12.2025 , 17:24 Uhr

Erweiterungsbau Kongresshalle: Ab 2028 spielt hier Nürnbergs Staatstheater

 

Am 13. Dezember 2024 – da wurde im Innenraum der Nürnberger Kongresshalle der Grundstein für das neuen Operngebäude gelegt. Das ist jetzt ein Jahr her. Mittlerweile nimmt der Erweiterungsbau aber auch die Räume in der Kongresshalle Gestalt an. Anfang nächsten Jahres soll das Dach auf das Operninterim kommen. Damit ab der Saison 2028/29 dort gespielt und gearbeitet werden kann. 

Keine leichte Aufgabe

5000 Quadratmeter Grundfläche, 10.000 Kubikmeter Beton und 4.000 Tonnen Stahl – Das sind die Maße für den Erweiterungsbau des Opernhauses. Aktuell bauen bis zu 50 Arbeiterinnen und Arbeiter den Zuschauerraum für die Große Bühne. Für die richtige Akustik muss die Decke für die Zuschauerränge gewölbt gebaut werden. Eine Meisterleistung wie Vorarbeiter Valerian Benz erklärt. Auf den Zuschauerrängen sollen 800 Personen Platz haben. Neben der Hauptbühne wird es auf dem gleichen Stock eine Probebühne geben. Ab 2028 soll nicht nur das Staatstheater seine Stücke hier spielen. Denn die Erweiterung sind nur 20 Prozent des Umbaus, so Alexander Leupold von der Stadt Nürnberg.  

Ein offenes Wohnzimmer für den neuen Stadtteil

Rückblick: Im Juli 2022 hat der Stadtrat den Bau im Innenhof des Kolosseums beschlossen. Seit letztem Jahr wird gebaut. Neben dem Staatstheater soll aus dem ehemaligen Propagandabau ein offener Ort für Kultur und Miteinander entstehen. Davon wird auch der neue Stadtteil Lichtenreuth profitieren. 85 Millionen Euro soll laut Stadt Nürnberg die neue Spielstätte aktuell kosten. Der gesamte Umbau für das Kulturvorhaben in der Kongresshalle liegt bei knapp 300 Millionen Euro. Etwa zwei Drittel der Kosten sind Förderungen von Land, Bund und Europäischer Union. Ursprünglich waren für das Projekt 211 Millionen Euro veranschlagt. Bis hier neue Kultur einziehen kann, gibt es für Valerian Benz und sein Team noch viel zu tun. So soll zum Beispiel ein Übergang vom Kolosseum zum Neubau für das Publikum entstehen.  

Franken Franken Fernsehen Guten Abend Franken Kongresshalle Mittelfranken Nürnberg Nürnberger Kongresshalle Staatstheater Nürnberg

Das könnte Dich auch interessieren

23.12.2025 02:24 Min Wenn ein Stadion singt: Adventssingen wird für viele Nürnberger zur festen Tradition Gestern fand bereits zum 8. Mal das Adventssingen im Max-Morlock-Stadion statt. Für viele ist die Veranstaltung längst zu einer festen Tradition geworden – auch für einige lokale Berühmtheiten. Neben aktuellen FCN-Spielern ließ sich auch das Christkind blicken.  Singende Chöre, leuchtende Kerzen und das bei zwei Grad – mehr weihnachtliche Atmosphäre geht kaum.  Bereits zum achten 17.12.2025 03:04 Min Weihnachten für 520 Gäste: Nürnberger Gala schenkt Hoffnung Bald ist Weihnachten – und für viele gehört eine Weihnachtsgans an Heiligabend einfach dazu. Doch nicht jeder kann sich das leisten. Genau aus diesem Grund gibt es in Nürnberg seit einigen Jahren das Projekt „Helfma Zamm“. Hier bekommen hilfsbedürftige Menschen kostenlos ein festliches Drei-Gänge-Menü, finanziert ausschließlich durch Spenden. Soundcheck, Tische decken, Ablauf proben – die letzten 02.12.2025 03:05 Min 80 Jahre Nürnberger Symphoniker: Diesmal soll richtig gefeiert werden Seit 80 Jahren bereichern sie mit ihren Konzerten die Musiklandschaft Mittelfrankens – Die Nürnberger Symphoniker. Im Sommer 1946 wurden sie als Fränkisches Landesorchester gegründet. Seit den 1960er Jahren heißt das Ensemble Nürnberger Symphoniker. Jetzt feiert das Orchester mit etwa 100 Konzerten sein eigenes Jubiläum.  Volles Programm zum Jubiläum Lucius Hemmer ist der dritte Intendant der Nürnberger 17.11.2025 03:21 Min 80 Jahre Nürnberger Prozesse: Die Geburtsstunde des Völkerstrafrechts Am 21. November 1945 wird in Nürnberg Weltgeschichte geschrieben. 21 Verantwortliche des NS-Regime sind für ihre Verbrechen angeklagt – erstmals in der Geschichte. Dokumentationen und Hollywoodfilme zeigen: Auch 80 Jahre nach dem Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher ist der Stoff immer noch hoch aktuell. Grund genug, den Geburtsort des internationalen Völkerstrafrechts zu besuchen.   80 Jahre