Di., 14.10.2025 , 17:27 Uhr

EU-Gesetz für Verbrenneraus: Das bedeutet es für die heimische Wirtschaft

2035 – wenn es nach einem Gesetz der Europäischen Union geht, sollen ab diesem Jahr keine Autos mit Verbrennungsmotor mehr hergestellt werden. Wer das nicht einhält, zahlt laut ADAC pro Gramm Kohlendioxid 95 Strafe. Das wären bei einem Kleinwagen über 10.000 Euro – pro Auto. Andererseits haben laut statistischem Landesamt über 80% der PKW in Bayern einen Diesel- oder Benzinmotor. Das wird auch für die Verbraucherinnen und Verbraucher, und die heimische Wirtschaft Auswirkungen haben.  

Transformation und Wandel

Mit 100.000 Beschäftigten in der Metropolregion gehört die Automobilindustrie zu den Motoren der heimischen Wirtschaft. Doch der Antrieb scheint ins Stottern zu geraten. Stellenabbau, Fachkräftemangel, sinkende Verkaufszahlen sind nur einige der Probleme. Auch Ronald Künneth von der Industrie- und Handelskammer Mittelfranken sieht einen Wandel. Das EU-Gesetz zum Verbrenner-Aus könnte das Problem aktuell verschärfen. Denn ab 2035 darf es kein Neuwagen mit Verbrennungsmotoren mehr geben. Die Nürnbergerinnen und Nürnberger sehen das Gesetz eher kritisch. 

Vor allem Zuliefererfirmen denken um  

Laut statistischem Landesamt haben 90% Prozent der 8 Millionen PKW einen Benzin- oder Dieselmotor. Die Zahl von Elektroautos ist zwar um 40% gewachsen, macht aber dennoch nur einen geringen Anteil aus. Grund dafür sei, so Künneth die derzeit geringe Wertschöpfung von Elektroautos. Die Zulieferindustrie aus Mittelfranken sieht langfristig eher die E-Mobilität im Vorteil. 

Zitattafel Schäffler: Auch wenn sich unserer Ansicht nach batterieelektrisch betriebene Fahrzeuge durchsetzen werden, können Übergangstechnologien wie Plug-In-Hybride und Range Extender eine wichtige Rolle spielen, um CO2-Emissionen zu senken, solange die Ladeinfrastruktur noch nicht flächendeckend ausgebaut ist. 

Ob das Gesetz Bestand hat, wird die Zukunft zeigen. Die Unionsparteien fordern, das Gesetz zurückzunehmen. SPD und Grüne wollen daran festhalten. Viele Heimische Automobilzulieferer satteln aktuell sogar auf Medizintechnik, Energiewirtschaft oder die Rüstungsindustrie um. So wollen die Betriebe den Sand aus dem Getriebe der heimischen Wirtschaft bringen.  

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