Mo., 09.02.2026 , 17:05 Uhr

Fachkräfte gesucht: Wie Geflüchtete aus der Ukraine Deutschlands Wirtschaft stärken

Die Zuwanderung nach Deutschland nimmt ab. Während im Jahr 2024 noch rund 1,6 Millionen Menschen nach Deutschland kamen, verließen seitdem etwa 1,2 Millionen das Land wieder. Für die deutsche Wirtschaft hat das spürbare Folgen: Schon seit Jahren fehlen hunderttausende Fachkräfte. 
Um dem entgegenzuwirken, startete im Juli 2023 in Nürnberg das Pilotprojekt „talentnavigator.ukraine“. Ziel ist es, geflüchtete Menschen aus der Ukraine durch die Bundesagentur für Arbeit an Unternehmen zu vermitteln – zum Arbeiten, aber auch zum Lernen.   

Pflege, Handwerk, Technik: In diesen Branchen fehlen in Deutschland seit Jahren mehrere hunderttausend Fachkräfte. Die Initiative „talentnavigator.ukraine“ setzt genau hier an und fördert die Arbeitsintegration geflüchteter Menschen aus der Ukraine. Der Vorteil: So finden Geflüchtete eine berufliche Perspektive – während Unternehmen dringend benötigte Fachkräfte gewinnen und langfristig an sich binden können – ein Gewinn für alle Beteiligten und insbesondere für die bayerische Wirtschaft, so die Initiatoren.    

Im Jahr 2023 hat die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. gemeinsam mit Jobcentern und Arbeitsagenturen in München und Nürnberg das Projekt „talentnavigator.ukraine“ ins Leben gerufen. Eine Initiative zur besseren Arbeitsvermittlung.  
Mira Bernhart ist Geschäftsführerin des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft, fungiert dabei als Schnittstelle zwischen den Unternehmen und den Geflüchteten.  Rund 62 Prozent der gemeldeten Ukrainerinnen und Ukrainer können erfolgreich vermittelt werden. Vorerfahrungen sind bei vielen Betrieben nicht zwingend notwendig. Entscheidend ist vor allem Lernbereitschaft – sowohl im technischen als auch im sprachlichen Bereich.  

Knapp 350 Unternehmen haben sich bereits für das Projekt „talentnavigator.ukraine“ angemeldet. Langfristiges Ziel ist es, die Vermittlungsquote dauerhaft zu steigern.   

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