Aktuell arbeiten fast 260.000 Menschen in der Pflege in Bayern – 80 Prozent davon Frauen. Das sagen die aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg. Damit ist die Zahl der Beschäftigten um fast zwei Prozent gestiegen. Dennoch sind die Aussichten für die Zukunft alles andere als rosig. Am Tag der Pflege in Nürnberg wollen deshalb Beschäftigte auf die Probleme wie den drohenden Fachkräftemangel hinweisen.
Die Demonstrantinnen und Demonstranten sind sich am Tag der Pflege einig. Auf dem Jakobsplatz in Nürnberg wollen sie auf die Probleme der Branche aufmerksam machen. Denn seit 2017 ist die Zahl der Pflegebedürftigen um 200.000 auf insgesamt 600.000 gestiegen. Drei Viertel davon sind über 80 Jahre alt. Der demografische Wandel schlägt in der Branche allerdings auch noch auf andere Weise zu.
Zahl der Beschäftigten steigt
Allerdings ist in den letzten Jahren die Zahl der Auszubildenden in Bayern in dieser Branche um neun Prozent gestiegen. 2024 waren es fast 7.000 junge Menschen, die ihre Ausbildung begonnen haben. Auch die Zahl der Beschäftigten hat leicht zugenommen.Trotz des positiven Trends sind die Aussichten in der Branche alles andere als rosig. Darauf wollen die Demonstrantinnen und Demonstranten zum 12. Mal in Nürnberg hinweisen. Die Geschichte des Tages der Pflege reicht jedoch ins 19. Jahrhundert zurück. Florence Nightingale wollte damals, dass Pflege in der Gesellschaft anerkannt wird. Das verbindet sie mit den Pflegekräften auf dem Jakobsplatz. Trotz der vielen Herausforderungen im Alltag bleibt Pflege nicht nur ein Job, sondern eine Herzensangelegenheit. Die nicht nur am Tag der Pflege besondere Aufmerksamkeit verdient.