Er gilt als einer der berühmtesten Raubritter Frankens. Um Eppelein von Gailingen ranken sich bis heute zahlreiche Legenden – allen voran die Geschichte seines Sprungs von der Nürnberger Burgmauer, mit dem ihm die Flucht vor seinen Verfolgern gelungen sein soll. In Burgthann wird diese Figur aus dem 14. Jahrhundert wieder lebendig. Dort beginnen in wenigen Tagen die Eppelein-Festspiele in der Burgruine. Am 10. Juli ist Premiere – nun laufen die letzten Proben.
Zum zweiten Mal verkörpert Harald Franz den fränkischen Raubritter Eppelein bei den Burgthanner Festspielen. Eine Rolle, die für ihn weit über das bloße Nachspielen hinausgeht.
Über 120 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer
Seit 2005 finden die Festspiele alle drei Jahre in der Burgruine statt. Für Organisator Lothar Schölzke ist dabei nicht nur das Theaterstück wichtig – sondern vor allem die Geschichte hinter der Figur.
Nun ist die Ruine in Burgthann bereits zum achten Mal der Austragungsort der Eppelein-Festspiele. 68 ehrenamtliche Laiendarstellende, fünf Musiker und ein Bänkelsänger betreten dabei die Bühne. Die Ehrenamtlichen eint dabei vor allem die Freude am gemeinsamen Spiel.
Bühnenbild im Vergleich zu den Vorjahren verbessert
In 17 Szenen erzählen sie die Legende des Ritters Eppelein – von Raubzügen hin bis zu seiner Verhaftung. Inhaltlich hat sich die Inszenierung kaum verändert. Dafür gibt es eine neue Kulisse.
Mit dem neuen Bühnenbild ändern sich auch die Laufwege. Positionen, Auftritte und Blickrichtungen müssen neu einstudiert werden. Ein Mehraufwand, zu dem alle Darstellende gerne bereit sind.
Bis zum 26. Juli bringt das Ensemble das Stück insgesamt neun Mal auf die Bühne der Burgruine. 17 Tage lang feiert Burgthann hier seine mittelalterliche Historie – und lässt dabei fränkische Geschichte erneut lebendig werden.